George Town – Street Art und Spice Garden

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Richtig viele Leute reisen von George Town nach Tanah Rata in die Cameron Highlands. Aber umgekehrt ist es kaum möglich einen Transport zu buchen. Komisch eigentlich. Wenn wurde uns angeboten nach Penang zu fahren, wo man dann nur mit dem Taxi nach Georg Town kommen würde oder eben nach Butterworth zu fahren & dann von dort aus mit der Fähre direkt nach George Town überzusetzen. Wir entschieden uns für die zweite Variante. 😉

Also starteten wir am 22.05 früh morgens nach Butterworth, in einem sehr interessanten Bus. Voll die Kinosessel in denen man da saß, ein total kitschiges Muster & komische Theater-Vorhänge an den Fenstern … Naja, die Busse in Malaysia treffen eindeutig nicht meinen optischen Geschmack. 😀 Aber hauptsache man kommt gut von A nach B. Nachdem der Fahrer sich gefühlt erstmal mindestens eine Stunde verfahren hatte ging es dann aber doch ziemlich schnell voran. Gegen Mittag waren wir am Bus Terminal von Butterworth angekommen. Von hier aus konnten wir dann zu Fuß zur Fähre gehen, ca. 10 Minuten. Die Fähre kostete uns gerade mal ein paar Cent & sie dauerte auch nur 15 Minuten bis nach George Town. End cool!

Oh man war es an dem Tag heiß! Die Sonne brannte wirklich von oben runter & wir waren der Meinung das wir den einen Kilometer zur Unterkunft locker gehen könnten. Ja, ganz tolle Idee! 😉 Wir haben uns zwar das Taxi Geld gespart, aber dafür kamen wir fix & fertig im Malabar Inn an. Nass geschwitzt von oben bis unten. 15 Minuten waren wir mindestens gegangen, bei gefühlt 40 Grad, in der prallen Sonne, an der Hauptstraße entlang. Wir zwei Helden. 🙂 Der Besitzer gab uns aus Mitleid erstmal ein Glas Wasser, damit wir nicht gleich dehydrieren. Aber am Ende zählte eben nur, dass wir da waren. Nach den grauen Tagen in Tanah Rata war die Sonne auch ja eigentlich was Schönes. Wir wurden gleich kräftig mit Informationen versorgt, bekamen 2 Stadtpläne & Buslinien schrieb er uns auch auf. Voll lieb!

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Da wir ziemlich platt waren unternahmen wir nicht mehr besonders viel. Ein spätes Mittagessen, einen kurzen Abstecher in die Mall um mal wieder nach dem GoPro Tauch-Gehäuse zu suchen (ohne Erfolg) & ein viel zu teures Abendessen weil wir keinen Plan hatten wo wir essen gehen sollen & Little India uns zu weit weg war … Naja, man kann eben nicht immer alles haben. 😉

Dafür begann der nächste Morgen dann umso besser. Da es in der Unterkunft wieder mal kein Frühstück gab suchte ich auf TripAdvisor nach einem netten Cafe & wurde auch schnell fündig: das Mugshot Cafe. Ein super schickes Cafe mit einer kleinen, aber tollen Auswahl. Wir gönnten uns einen Apfel-Crumble, einen Mango-Walnuss-Joghurt & ein Croissant, außerdem Tee & Kaffee. Köstlich! Ein perfekter, wenn auch nicht sehr günstiger, Start in den Tag. 🙂

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So konnte uns Sight Seeing Tour also beginnen. Unser Ziel: Street Art. Wenn man in George Town ist kommt man an den bekannten „Bildern“ gar nicht vorbei. Es gibt sogar eine extra Stadtplan, wo alle mit Nummer & Foto versehen eingezeichnet sind. Coole Sache! Und trotzdem haben wir das ein oder andere Kunstwerk entdeckt, dass nirgendwo verzeichnet ist. Noch cooler! 🙂 Aber seht selbst:

Einen kurzen Abstecher machten wir außerdem zu den sogenannten Jettys, eine Art Wohnanlage auf Holzstegen wo chinesische Einwanderer wohnen. Es war uns nur leider viel zu heiß um ewig lang durch die Gassen zu gehen. Also gingen wir nach dem Sight Seeing Mittagessen & ein paar Souvenirs shoppen.

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Was wir uns aber auf keinen Fall entgehen lassen wollten war Little India. Für mich war es das erste Mal in einem indischen Viertel & ich fand es super toll! Überall schallte Bollywood Musik aus den Geschäften, es gab Läden wo man den übertriebendsten & glitzerndsten Schmuck kaufen konnte und in den Bekleidungs-Geschäfte hingen so farbenprächtige Roben. Alle Leute waren super freundlich, es gab eine Menge indische Restaurants & natürlich auch viele Tempel. Hier haben wir auch das wohl größte Räucherstäbchen der Welt gesehen. 😀 Nachdem wir in Tanah Rata schon so mega gut indisch essen waren mussten wir natürlich schauen ob es in George Town auch so gut schmeckt. Und da können wir eindeutigem sagen: Ja! Wir haben uns ein bißchen in die indische Küche verliebt. Die Gewürze, der Geschmack, das Naan-Brot … der Wahnsinn!

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Am Abend machten wir uns dann einen Plan für den nächsten Tag. Das Angebot rund um George Town war doch ziemlich groß. Am Ende lag die Entscheidung zwischen Fruit-Farm oder Spice-Garden. Letzterer klang für uns dann aber doch interessanter.

Am nächsten Morgen fragten wir nochmal an der Rezeption nach welchen Bus wir nehmen sollten & wo der abfährt. Nachdem alle Unklarheiten beseitigt waren gingen wir zum Frühstück wieder ins Mugshot Cafe & im Anschluss zur Bushalte-Stelle, wo plötzlich 4 unterschiedliche Bus-Linien hintereinander gefahren kamen. Aber wir haben natürlich den richtigen erwischt & sogar ein paar Sitzplätze ergattert. Ich saß neben einem sehr netten älteren Malayen mit dem ich mich eine ganze Weile über alles Mögliche unterhielt, bis er aussteigen musste. Solche Erlebnisse machen mich doch immer wieder glücklich! Die Fahrt dauerte eine gute Stunde & nachdem ich einmal quer durch den Bus geschleudert wurde weil ich dem Fahrer Bescheid geben wollte, wurden wir direkt vor dem Eingang zum Spice Garden abgesetzt. 😉

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Schon der erste Eindruck war super gut! Der Spice Garden ist quasi einfach mitten im Regenwald. Also er ist der Regenwald. Schwer zu formulieren, aber ihr wisst bestimmt was ich meine. 🙂 Der Eintritt kostete uns gerade mal 27, 60 MYR pro Person (ca. 6 Euro), inklusive Audio Guide & Plan für das Areal. Immer wieder waren Schilder mit Nummer befestigt & wenn man diese in den Audio Guide eingab bekam man super interessantes Hintergrund Wissen zu der entsprechenden Pflanze. Es gibt eine schnelle Route mit „Highlights“ oder eine Route mit vielen Abzweigungen – wir entschieden uns für die lange Route. Und es hat sich sowas von gelohnt! Das erste Highlight war ein kleiner See mit wunderschönen Seerosen, gefolgt von einer Ecke wo es eine Menge unterschiedlicher Bromeliengewächsen gab. Als wir gerade weitergehen wollten entdeckte Tobi eine Ananas-Pflanze. Oh mein Gott war die schön! Eine ganz kleine rötliche Baby-Ananas wuchs aus der Bromelie. Ich bin fast ausgeflippt vor Freude. 😀 Um dann festzustellen das es ganz viele Ananas-Pflanzen in dieser Ecke gab. Und das verrückte ist, dass die Bromelie in einem Jahr nur eine Ananas „produziert“. Richtig cool!

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Ein weiteres Highlight war eine riesige Schaukel auf der man direkt in den Regenwald schwingen konnte. Eine super tolle Idee! Wir hätten ewig dort schaukeln können. Aber wir wollten ja noch mehr sehen! Also streiften wir weiter durch den Spice Garden. Vorbei an wunderschönen Orchideen, einer Zuckerpalme und kleinen Bächen. Wir sahen Jasmin-Bäume, Limetten-Bäume, Ingwer-Pflanzen, Stevia-Pflanzen, Chili-Sträucher, Zimt-Bäume, Muskatnuss-Bäume, Kaffe-Sträucher, Kakao-Bäume und viele mehr. Es gab auch Anis-, Kardamon- & Pfeffer-Pflanzen. Aber die haben leider nicht geblüht.

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Am Ende waren wir super froh, dass wir uns für den Spice Garden entschieden haben, denn er ist wirklich einen Besuch wert! Nachdem wir uns im Souvernir Shop zwei Karten als Andenken gekauft hatten ging es im Anschluss direkt wieder mit dem Bus nach George Town. Wir waren so hungrig und schafften es gerade mal zum McDonalds im Shopping Center, alles andere war einfach viel zu weit weg. 😉 Im Anschluss ging es für Tobi noch zum Friseur, wo ihm die Haare so gründlich wie noch nie gewaschen wurden – insgesamt drei Mal. 😀 Nachdem Tobi’s Haare wieder in Form waren machten wir noch einen kurzen Abstecher in einen der unzähligen Shops, wo wir dann ein super cooles Ananas-Shirt für mich fanden. Das Ananas-Thema zog sich also  durch den ganzen Tag. 🙂

Es gab nur noch ein wichtiges To Do für uns: das Fähren-Ticket nach Langkawi kaufen. Irgendwie hatte ich es schon im Gefühl, dass die Büros welche die Tickets verkaufen vor 18:00 Uhr schließen und als wir kurz nach 17:30 Uhr ankamen wurde uns gesagt das sie ihr System gerade alle runtergefahren haben. Na toll … Immerhin bekamen wir eine Art Voucher für die 08:30 Fähre. Wir sollten am nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr wieder zu dem Büro kommen, um das richtige Ticket zu bekommen. Oh man, wie wir früh aufstehen lieben! 😉

Zum Abschluss des Tages ging es dann noch einmal super lecker indisch essen! Tandori Chicken mit Knoblauch-Naan, yummie!!! Und dann fielen wir geschafft aber glücklich ins Bett, voller Vorfreude auf Langkawi. 🙂

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