Langkawi – Birdwatching & Mangrove Cruise

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Wie schon im letzten Post angedeutet mussten wir um 06:30 Uhr aufstehen um unsere Tickets nach Langkawi im entsprechenden Büro abzuholen. Um 07:00 Uhr stand der Taxi Fahrer bereit um uns zum Hafen zu fahren, noch einmal wollten wir nicht mit unserem ganzen Gepäck ans andere Ende der Stadt laufen … Leider war unser Lieblings Cafe um diese Uhrzeit noch nicht geöffnet & so mussten wir diesen Tag ohne Frühstück beginnen. So ein Pech …

Die Tickets waren schnell gedruckt & wir konnten netterweise sogar die Fähre um 08:15 Uhr nehmen. Was soll ich sagen? Diese Fahrt war eindeutig die aller schlimmste Fahrt der gesamten Reise. Ach du meine Güte … Die Super Fast Ferry hat ihrem Namen alle Ehre gemacht. Es war wie eine 2,5-stündige Horror-Achterbahnfahrt. Ich hatte mich nach einer Stunde zum Glück halbwegs im Griff, aber Tobi saß die ganze Fahrt lang halbtot neben mir. Oh man! Schon nach 15 Minuten wurden Kotz-Tüten verteilt & der ein oder andere ging tatsächlich öfter mal raus um „frische Luft zu schnappen“. Als wir im Hafen von Langkawi ankamen sahen alle Fahrgäste gleich blass & zerstört aus. 😉

Da stand für uns fest, dass wir defintiv nicht den gleichen Weg zurück fahren würden, immerhin gibt es auf Langkawi auch einen Flughafen – und der Flug nach Penang war nicht so teuer. Um ein bißchen Geld zu sparen fragten wir zwei Mädels wo ihre Unterkunft liegt & ob sie ein Taxi teilen wollen. Da wir in die gleiche Ecke der Insel wollten bot sich das dann auch an. Perfekt! Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir im Zackry Guest House an. Es war gar nicht mal so einfach eine günstige Unterkunft zu finden, aber das Zackry war für 19 Euro pro Nacht in Ordnung. Immerhin gab es einen Automaten wo man sich zum Frühstück Haferbrei ziehen konnte. 😉 UND einen wahnsinnig guten Inder direkt nebenan! Was will man mehr? 🙂

Der Inder war der Wahnsinn! Unser Standard Getränk: heißer Zitronen-Tee. Sowas von lecker! Insgesamt waren wir 4 mal dort essen. Unser Standard Essen: Chana Masala mit Knoblauch-Naan. Schon beim 2.Besuch wusste der Besitzer (Tobi sagt er sieht aus wie der indische Günther Jauch & könnte auch locker Wer Wird Millionär moderieren) was wir trinken & essen wollen. Wir bekamen immer eine Vorspeise & auch ein Eis als Dessert, was wir unglaublich nett fanden. Als wir einmal den Humus bestellten bekamen wir sogar ein Naan umsonst. Am letzten Abend aber übertraf er sich selbst. Wir hatten eigentlich keinen Hunger, nur Apettit & bestellten uns nur einen Daal mit Knoblauch-Naan. Zuerst brachte er uns frittiertes Gemüse mit Dip, was wir nicht bestellt hatten. Dann fragte er uns ob wir eigentlich Vegetarier wären, worauf wir meinten das wir schon auch Hühnchen essen. Dann kam unser Daal mit Naan. Wir waren schon mega voll, als er plötzlich mit drei weiteren Schälchen ankam. In einem war natürlich Chana Masala, in dem anderen ein indischer Kartoffelsalat & in dem letzten ein sehr scharfes Chicken Masala.  Wir waren echt sprachlos! Wir meinten dann, dass wir das leider gar nicht alles essen könnten, aber er meinte das er einfach nur will das wir alles probieren & das ihn das am meisten freut. Wie lieb kann man den bitte sein? Und als wir wirklisch schon fast im Fress-Koma lagen brachte er uns als Dessert noch einen indischen Gries. Er sagte uns dann das es leider kein originaler indischer Gries sei, weil er vor Ort nicht die richtige Milch dafür bekommt. Der Mann war einfach der Wahnsinn! Und genau solche Momente machen diese Reise eben aus, sie machen einen fast sprachlos …

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Und was noch mega cool war: Als wir das erste Mal dort essen waren hatten wir das riesen Glück 2 Nashorn-Vögel (Oriental Pied-Hornbill) sehen zu können – einer der Hauptgründe wieso wir nach Langkawi gefahren waren. Die Tiere sind einfach wunderschön & erinnern uns ein bisschen an die Tukane aus Costa Rica. Umso mehr freuten wir uns nach der anstrengenden Anreise auf den nächsten Tag. Denn wir hatten schon im Voraus bei JungleWalla die Birdwatching-Tour gebucht. 🙂 Dabei hatten wir die große Hoffnung den größten aller Nashorn-Vögel, den Great Hornbill zu sehen …

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Die Tour begann am nächsten Morgen um 07:30 Uhr, als unser Guide Fendi uns an der Unterkunft abholte. Während wir zum Auto gingen sahen wir wieder 2 Oriental Pied-Hornbill & Fendi hatte auch schnell sein Fernglas gezückt, aber leider flogen sie schnell weiter. Die Umgebung rund um unsere Unterkunft war quasi auch der erste Stopp der Tour. Wir hatten echt viel Glück & sahen allein dort bestimmt 5 unterschiedliche Vogelarten. Ein super Start für die Tour! Weiter ging es zu einem Sumpf, einem Feld und in die Berge von Langkawi um nach weiteren Vögeln zu suchen. Das wertvollste Werkzeug war hierbei immer das Fernglas. Leider hatten wir nicht das Glück den Great Hornbill zu sehen. Fendi hörte nicht einmal seinen Laut. Er meinte das es wohl einige Wilderer gibt die es auf das Horn abgesehen haben & deswegen wollte er in den folgenden Tag mal prüfen ob die Vögel noch da sind. Insgesamt gibt es auf Langkawi wohl eh nur 46 Vögel von dieser Art, das ist halt einfach mal super wenig!

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Dafür hatten wir aber in einer anderen Sache sehr viel Glück: Wir haben 2 sog. Südliche Brillenlanguren gesehen. Diese Affenart ist super putzig & sie sehen wirklich so aus als hätten sie eine Brille auf. Man muss sie einfach niedlich finden! 🙂 Außerdem sind auch sie sehr rar & man kann sie nur im südlichen Myanmar, Thailand und Malaysia finden.

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Falls sich jemand dafür interessiert welche Vogel-Arten wir gesehen haben, folgt hier eine Aufzählung, alle anderen lesen einfach den nächsten Abschnitt:

  • Oriental Pied-Hornbill
  • Blue Throated Bee Eater
  • Oreo
  • Sunbird
  • Asian Glossy Starling
  • Grey Headed Swamphen
  • Orange Bellied Flowerpecker
  • White Throated Kingfisher (Braunliest)
  • Common Myna (Hirtenmaina)
  • Spotted Dove (Perlhalstaube)
  • Pink Necked Green Pigeon (Frühlingstaube)
  • Coucal (Spornkuckucke)
  • Dollarbird (Dollarvogel)

Was wir an der Tour wirklich toll fanden war das wir gleichzeitig eine super Fahrt über die Insel bekommen haben. Insgesamt waren wir fast 4 Stunden unterwegs & hatten besonders in den Bergen einen wahnsinnig schönen Blick uber Langkawi, in die Buchten und auf die vielen kleineren vorgelagerten Inseln. Hier würde sich ein Helikopter-Flug definitiv lohnen. Wir waren nur leider am Anfang der Regenzeit da & so bot es sich vom Wetter her leider überhaupt nicht an. Es regnete mehrmals am Tag & die Sonne kam auch nur selten raus. 🙂

Alles in allem hatten wir einen richtig schönen Tag & wir freuten uns schon auf den nächsten Tag. Denn auch für den hatten wir bei JugleWalla eine Tour gebucht, den Mangrove Cruise. Auf dieser Tour kann man mit super viel Glück nämlich auch Delfine von ganz nah sehen …

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Für diese Tour mussten wir nicht ganz so früh aufstehen. Der Taxifahrer holte uns um 10:00 Uhr an der Unterkunft ab, um uns in den Norden zu dem Mangroven-Gebiet zu fahren. Um kurz nach 11:00 Uhr ging es dann auch schon auf das Boot, inklusive weiblichem Guide & drei weiteren Gästen. Unser Guide erzählte uns viele wissenswertes über die unterschiedlichen Mangroven-Arten die es auf Langkawi gibt. Leider habe ich die Namen vergessen, aber am besten kann man sie auf jeden Fall an ihren Wurzeln unterscheiden. Die Tour war sehr nett, aber insgesamt leider gar nicht mal sooo spannend für uns. Wir haben fast nichts Neues gesehen & die Tour wurde außerdem verkürzt weil das Meer angeblich zu stürmisch war um den üblichen Weg zurück zu fahren. Das bedeutete gleichzeitig, dass wir definitiv keine Delfine sehen würden, was uns schon sehr ärgerte. Allgemein wurde immer sehr schnell weiter gefahren, wenn mal ein Tier entdeckt wurde, schade. Gesehen haben wir:

  • Longtailed Macaque (Javaneraffe)
  • Monitor Lizard (kleiner Waran)
  • Pit Viper (Grubenotter)
  • Mudskipper (Schlammspringer)
  • Sea Eagle (Seeadler)
  • Brahminy Kite (Brahminenweih)

 

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Da dieser auch unser letzter Tag war entschieden wir uns am Nachmittag mal den Strand anzuschauen, ohne große Erwartungen. Und zu unserer Überraschung war der wirklich schön, gerade mal 10 Gehminuten vom Zackry entfernt. Es waren super viele Jetski im Wasser und auch mehrere Paraglider. Hätten wir noch einen weiteren Tag auf Langkawi gehabt hätten wir beides sicher mal ausprobiert. Und am Strand hätte man auch ein bißchen Zeit verbringen können, mit sonnen & schwimmen. Aber naja, dann eben beim nächsten Mal. 🙂

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Als wir zurück zur Unterkunft gingen sagte ich zu Tobi das ich kurz nochmal ein bisschen Vogel-Beobachter spielen will. Ich wollte in dem Strauch nachsehen, wo wir am Tag zuvor die Frühlingstaube gesehen hatten. So aus reinem Interesse. Und als wir grad neben dem Strauch stehen sagt Tobi ganz leise zu mir „Da ist der Hornbill“. Da saß er einfach in dem Busch, ganz nah! Ich habe es gerade noch geschafft 2 Fotos zu machen bevor ein „lautes Pärchen“ vorbei ging & der Nashorn-Vogel wegflog. So ein Mist, das wären spitzen Fotos geworden. 😉 Aber zum Glück flog er nur auf die nächste hohe Palme, also konnten wir wir ihn und einen weiteren Oriental Pied-Hornbill noch eine ganze Weile beobachten. So hatten wir also doch noch einen super Abschluss für Langkawi! 🙂

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Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Flugzeug nach Penang, wo wir eine Nacht in einem Hotel in Flughafen-Nähe verbrachten, um dann weiter nach Medan/Sumatra zu fliegen. Insgesamt hatten wir eine super tolle & intensive Zeit in Malaysia, auch wenn es ingesamt nur knapp 2 Wochen waren. Aber ich würde jeder Zeit wiederkommen … und mir den Bauch mit indischen Köstlichkeite

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