Cameron Highlands – Zwischen Tee-Plantagen und Mooswald

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Ich freute mich wahnsinnig als wir die Bus-Tickets nach Tanah Rata (Cameron Highlands) buchten. Endlich konnte es losgehen, auf zu den Tee-Plantagen! Wir wählten den Bus um 11:30 Uhr, so konnten wir noch in Ruhe frühstücken (bei Subway) & mit genügend Puffer zum Busbahnhof fahren. Unsere Metro erwischten wir wirklich auf die Sekunde genau. Zum Glück, sonst hätten wir mindestens eine halbe Stunde warten müssen. 😉 Der Busbahnof (TBS) war super modern, mit riesigen Anzeigetafeln & zig Gates wo Buse in alle möglichen Richtungen fuhren.

Der Bus war sehr geräumig, auch wenn das bunte Muster ein bißchen gewöhnungsbedürftig war. Da hatte wahrscheinlich einer besonders gute Laune, als er den Innenraum des Busses designed hat. 😉 In den 4 Stunden Fahrt liefen insgesamt 4 Filme, von denen keiner bis zum Ende lief, warum auch immer … Am unangenehmsten war allerdings die letzte Stunde der Fahrt. Unser Busfahrer fuhr die kurvige Bergstraße wie ein Irrer. Ein Wunder, dass wir keinen Unfall bauten, bei dem Fahrstil. Am Ende waren wir einfach nur froh als wir in Tanah Rata ankamen, bei Sonnenschein – wer hätte das gedacht.

Ausgehungert gingen wir erst einmal zu (unserem späteren Lieblings-Restaurant) „Curry House“, wo sehr gutes indisches Essen serviert wird, und das zu fairen Preisen. Anschließend gingen wir zum Haus unserer Airbnb-Vermieterin Charen, die uns zu unserem Appartment brachte. Eine Wohnung, die wir uns mit einem Engländer teilten. Perfekt für uns: Es gab eine Küche, also konnten wir uns endlich mal wieder selbst Frühstück machen – jippie! 🙂 Ansonsten passierte am 20.05 nichts Spannendes mehr, zum Abendessen holten wir uns Maiskolben (yummie!!!) & Charen buchte uns eine Halbtages-Tour für den nächsten Tag.

Nach einem sehr leckeren Frühstück (Joghurt mit Grapefruit, Kiwi, Mango & Cornflakes) waren wir super motiviert für die Tour, die um 08:45 Uhr startete. Wir wurden von unserem Guide Ravi in einem Land Rover direkt vor der Haustür abgeholt, was ein Service. 😉 Nach & nach holten wir noch sieben weitere Leute ab und dann konnte es endlich losgehen: Zu den Tee-Plantagen!

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Für uns ging es an diesem Tag zu den berühmtesten Tee-Plantagen in Malaysia: BOH (Best of Highlands). Ich empfand sie als sehr groß, aber wie unser Guide uns später erzählte reicht der Ertrag gerade mal für den Tee-Bedarf in Malaysia. Der Tee wird also nicht exportiert, es wird nur Tee importiert. Ravi stellte das Auto am „Straßenrand“ ab & wir hatten ein bißchen Zeit um durch die Tee-Plantage zu gehen. Das Wetter war zwar nicht optimal (eher kalt), aber mit unseren Regenjacken waren wir perfekt ausgerüstet. Ich hatte sogar mal wieder meine Turnschuhe nach über 3 Monaten rausgeholt, eine sehr gute Idee! Trotz des trüben Wetters sahen die Tee-Felder wunderschön aus. Die verschiedenen Farben, die Form der Hügel, da saftigte Hellgrün der jungen Blätter. Einfach toll!

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Gelernt haben wir außerdem, dass der Tee der am höchsten Punkt wächst der teuerste ist, da die Blätter dort die meiste Sonne abbekommen. In den niedrigeren Höhenlagen erreicht die Sonne die Blätter weniger stark & deswegen ist der Tee dort nicht so hochwertig wie der weiter oben. In Malaysia spielt das aber wohl keine Rolle, weil sie einfach alles kleinschreddern & den Tee dann einfach trinken – sagte man uns zumindest. Anders ist das wohl in Indien, China oder Sri Lanka. Dort werden die Blätter in die 3 Qualitäts-Standards zerlegt: mild (das jüngste Blatt), mittel & stark (das größte Blatt). Die Tee-Plantagen liegen in dieses Ländern teilweise auf bis zu 4.000 Metern. In den Cameron Highlands liegen sie unter 2.000 Metern.

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Und noch eine sehr interessante Sache haben wir gelernt. Egal ob Schwarzer, Grüner oder Oolong Tee, sie alle werden aus dem gleichen Blatt hergestellt. Der einzige Unterschied ist die Trocknung. Wir hatten ja vorher gedacht, dass es unterschiedliche Tee-Blätter gibt, uppsi … Nur der sogenannte Roiboos-Tee (Roter Tee) wird aus anderen Blättern gewonnen. Das fanden wir sehr interessant. Oder hätte das jemand gewusst? 😉

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Nächster Punkt der Tour war der Mossy Forest (Mooswald). Ravi erzählte uns das dies wohl der einzige Platz auf der Welt sei wo man einen Mooswald so schnell erreichen kann. In anderen Ländern würde es Wochen dauern bis man mal zu so einem Wald gelangt … Und hier standen wir, mitten im Mooswald, der quasi am Straßenrand began. 🙂 Leider fing es ziemlich stark zu regnen an, weswegen wir nur eine schnelle Runde über den anlegeten Holzppfad gingen. Immerhin entdeckte Tobi eine fleischfressende Kannenpflanze, die in den meisten Fällen wohl gern von Einheimischen abgerissen wird um ein kurzes Selfie zu machen – sorry, geht’s noch? 😀

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Wir waren alle froh als wir wieder im Auto saßen & Richtung Tee-Shop fuhren. Hier konnten wir die Produktions-Straße besichtigen & den wunderschönen Ausblick auf die Tee-Plantage genießen. Außerdem gönnten wir uns zwei Tassen Tee (BOH Grüner Tee & Jasmine Tee) & zwei leckere Stückchen Apfel- und Schokokuchen, yummie! 🙂

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Damit war die Tour dann aber auch schon zu Ende & Ravi setzte uns wieder in Tanah Rata ab. Von einem frisch verheirateten deutschen Paar bekamen wir dann noch den Tipp zu den südlicheren Tee-Plantagen zu fahren: Cameron Valley. Das nahmen wir uns für den nächsten & gleichzeitig unseren letzten Tag in den Cameron Highlands vor.

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Charen war so lieb uns einen Taxifahrer zu besorgen, der uns für 40 Ringgit (ca. 9 Euro) zu den Plantagen fuhr & dort auf uns wartete während wir umher-spazierten. Los ging’s um 09:00 Uhr,was laut Rajoo die beste Zeit war um noch ein bißchen ungestört durch die Tee-Felder zu gehen. Und das war auch wirklich perfekt! Wir gingen so gut wie allein. Der Anblick war fast noch ein bißchen beeindruckender als bei den BOH Tee-Plantagen, auch wenn diese hier kleiner waren. Es war super schön angelegt, sogar mit einem kleinen Wasserfall. Und wir konnten zuschauen wie zwei Arbeiter Tee ernteten. Voll cool, als wir losgingen meinte ich noch zu Tobi „Wäre auch interessant zu sehen wie die den Tee ernten“ & schon hatte sich mein Wunsch erfüllt. 🙂

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Nach der kleinen Wanderung genoßen wir noch eine Kanne Cameron Valley Tee (Schwarzer Tee) mit einem grandiosen Ausblick.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Planung. Wir haben zwar noch „ein bisschen“ Zeit & Geld übrig (bevor es Heim geht), aber es gibt auch noch die Ein oder andere Sache die uns sehr am Herzen liegt, die wir unbedingt machen & erleben wollen. Unter anderem auf der imaginären Liste: Sumatra. Genauer gesagt einen 2-Tages Jungle-Trek & einen Ausflug zu den letzten Sumatra-Elefanten. Spontan fragten wir bei EcoTravel für den 30.Mai an & tatsächlich bekamen wir am Abend dann die Bestätigung für die letzten zwei freien Plätze. Wir sind ausgeflippt vor Freude. Den ganzen Abend hatte ich das breiteste Grinsen auf dem Gesicht & ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir diese Chance bekommen. Wir sind überglücklich & freuen uns wahnsinnig auf alles was noch kommt in den nächsten Wochen!

Was mich auf jeden Fall auch sehr glüklick gemacht hat: Der Besuch der Tee-Plantagen. Es hat mich beeindruckt, mehr als das. Es war ein ganz tolles Erlebnis & ich bin froh, dass Tobi sich die Cameron Highlands nochmal mit mir angsehen hat. Danke! ❤

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