Labuan Bajo – Unser Ausflug nach Komodo

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Wie wir euch ja schon berichtet hatten lagen uns drei Dinge besonders am Herzen, als wir zurück nach Bali kamen. Zwei von ihnen waren schon „erledigt“: Der Besuch von Nusa Lembongan & anschließend Tauchen in Padangbai. Blieb also nur noch eine Sache, die Wichtigste: Nach Labuan Bajo fliegen um den Komodo Nationalpark zu besuchen.

Also buchten wir Hin- & Rückflug, um in den uns verbleibenden Tagen Tobi’s Kindheitstraum zu erfüllen: die Komododrachen und den Komodo Nationalpark sehen. Ihr glaubt gar nicht wie sehr wir uns darüber freuten, dass es nun doch noch klappte! Mehrere Male hatten wir unsere Pläne geändert, uns gegen Komodo entschieden, auch wegen der Kosten. Aber am Ende bereut man eben nur die Dinge, die man nicht gemacht hat. 🙂

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Unser Flug von Denpasar nach Labuan Bajo startete am 22.06 um 11:30 Uhr. Wir hatten uns für die Airline Garuda entschieden, die uns mit einer Propeller-Maschine ganz sicher nach Labuan Bajo flog. Alle weiteren Airlines, die Flores anfliegen, sind ganz weit oben auf der sogenannten „Black List“, und deswegen hatten wir diese von Anfang an ausgeschlossen. 😉

Der Flug allein war schon der Wahnsinn. Da gerade Mal 40 Passagiere an Board waren konnten wir uns immer von links nach rechts setzen, je nachdem an welchem Fenster-Platz grad mehr zu sehen war. 🙂 Und da gab es so einiges zu sehen: Nusa Lembongan & Nusa Penida, Lombok, den Rinjani, die Inseln zwischen Lombok & Flores und dann zum Schluss natürlich den Komodo Nationalpark von oben. Wow! Wir haben so viele Bilder gemacht, weil es einfach viel zu schön aussah.

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Der Flughafen in Labuan Bajo ist zwar winzig, aber super modern. Das Taxi in die Stadt kostete uns gerade Mal 50.000 IDR (ca. 3,40 Euro), dafür war es aber randvoll mit Mücken. 😉 Da die Unterkünfte auf booking.com alle über unserem Budget lagen suchte ich im Internet einfach nach Homestays und fand ein nett aussehendes & günstiges: Das Manta Manta Homestay. Pro Nacht kostete es nur 200.000 IDR (ca. 13,60 Euro), aber genau das bekamen wir dann eben auch. Das Zimmer war sehr simpel, zumindest sauber, aber das Bett war steinhart & so waren wir nach den insgesamt 5 Nächten echt fertig. Dazu kam noch, dass jeden Morgen pünktlich um 05.00 Uhr Gesänge von der Moschee gespielt wurden. Oh man, erholsam war das nicht!

Am Nachmittag machten wir uns zuerst auf die Suche nach einer Essens-Quelle und wurden schnell fündig: Das Blue Marlin Restaurant, gehörte zu einem Tauch-Center & hatte eine gute gemischte Karte. Hier konnte man uns eigentlich immer finden. 😀 Nach der Stärkung waren wir dann auf der Suche nach einem Tauch-Center und waren auch schon beim ersten Stopp erfolgreich, wir entschieden uns für Manta Reih. Insgesamt gingen wir 2 Tage hintereinander mit ihnen aufs Boot. Start war jeweils um 07.45 Uhr – immer dieses frühe Aufstehen … 😉

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Am ersten Morgen waren wir beide sichtlich zerstört und wollten eigentlich nur noch weiter schlafen. 😀 Früh aufstehen ist einfach nicht unser Ding. Aber genau das unterscheidet das Reisen eben auch von einem „gewöhnlichen“ Urlaub, der Wecker klingelt viel zu oft viel zu früh. 😀 Sehr positiv überrascht waren wir allerdings von dem Boot von Manta Reih. Es war absolut modern. Es gab einen großen Essbereich, eine Küche und auf dem Deck sogar Sitz-Säcke. Also richtig cool! Verhungern mussten wir auch nicht, denn es gab in jeder Pause Früchte & Kekse, zum Mittag gab es sogar Salat & eine Hauptspeise. Und zu jeder Zeit konnte man sich Wasser, Kaffee und Tee nehmen. Also das absolute Rundum-Sorglos-Paket. 🙂

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Während Tobi drei absolut tolle Tauchgänge hatte erkundete ich die Unterwasserwelt beim Schnorcheln, und war auch absolut begeistert. So viele verschiedene Korallen, so viele neue Fische. Es war der Wahnsinn, man wusste gar nicht wo man zuerst hinsehen soll. Aber das absolute Highlight des Tages wartete am letzten Spot auf uns. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern als der Guide laut ruft „Manta, Manta“ und alle wie erstarrt nach unten sehen, keiner bewegt sich mehr und der Manta zieht unter uns vorbei. Oh mein Gott!!! Nachdem er nicht mehr zu sehen war sind wir alle voll ausgeflippt vor Freude. 😀 Und dann hab ich nur noch gedacht „Verdammt, hoffentlich sieht Tobi auch einen“. Da wir vor den Tauchern zurück auf dem Boot waren kam mir die Wartezeit unendlich vor. Aber als ich Tobi auftauchen sah konnte ich nicht anders als ganz laut zu rufen „Wir haben einen Manta Rochen gesehen“. Und als Antwort bekam ich „Wir auch“. Jiipie!!! 🙂 Oh man, wir haben uns so sehr gefreut, vor allem weil wir beide gehofft hatten das der andere auch den Manta gesehen hat. Was ein geniales Erlebnis! Und es war einfach so besonders, weil es eben nicht an einem der berühmten Manta Points war, sondern an einem Spot wo fast nie welche gesichtet werden. Da hatte sich das frühe Aufstehen definitiv gelohnt. 😉

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Der Trip für den nächsten Tag nannte sich „Jurassic Day“, denn erst geht es zu 2 Spots wo man Manta Rochen sichten kann & danach kann man eine „Wanderung“ zu den Komodowaranen in Rinca machen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Da Tobi allerdings (genau wie ich) gesundheitlich ein wenig angeschlagen war, entschieden wir uns beide fürs Schnorcheln. Da wir wieder früh aufstehen mussten chillten wir die ersten beiden Stunden in den Sitz-Säcken rum. Das war so gemütlich & man konnte während der Fahrt den wunderschönen Komodo Nationalpark bestaunen. Auch hier haben wir Unmengen an Bilder gemacht, weil wir einfach nicht genug von dieser einmaligen Landschaft bekommen konnten. 🙂 Erster Halt: Manta Point. Nach einem kurzen Briefing sprangen wir zu viert (plus Guide) ins Wasser. Schon nach ein paar Minuten kamen uns die ersten Manta Rochen entgegen, darunter sogar 2 komplett schwarze. Diese Tiere sind so imposant und man kann einfach gar nicht richtig in Worte fassen wir unglaublich schön die Begegnung mit ihnen ist. Wir schwammen immer weiter und sahen immer mehr. Einmal habe ich mich voll erschrocken, denn ich fischte eine Plastik Tüte aus dem Meer & als ich wieder nach unten sah schwamm ein großer Manta unter mir durch. Kurzer Schock-Moment, aber dann war alles wieder gut. 🙂 Als der Guide uns signalisierte wieder aufs Boot zu gehen sah Tobi nochmal einen ganzen Haufen Manta Rochen auf uns zu schwimmen. Also blieben wir noch eine Weile im Wasser. Und das war eindeutig der schönste Moment, den wir zusammen erleben durften. Wir haben keine Ahnung, wie viele Mantas wir insgesamt gesehen haben, aber es waren unzählige. Sie zogen ganz dicht an uns vorbei, tanzten und einer sprang sogar aus dem Wasser. Das war so cool! Allein nach diesem Erlebnis waren wir schon die glücklichsten Menschen, und der Tag hatte ja erst begonnen. 🙂

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Als wir am zweiten Spot schorchelten dauerte es keine zwei Minuten bis unser Guide wieder rief „Manta, Manta“. Dieses Mal konnten wir ein Weibchen dabei beobachten, wie es sich putzen ließ. Sie war ganz dicht unter uns & die Riff-Fische knabberten an ihr rum. Sie bewegte sich so elegant, wir lagen alle minuten-lang einfach nur im Wasser und sahen ihr zu. Nachdem sie verschwunden war ging es für uns weiter zu einem Korallengarten, der wunderschön war. Leider hat die GoPro an diesem Punkt den Geist aufgegeben & wir haben keine Bilder machen können … Auch nicht von den Manta Rochen die wir noch danach sahen. Ihr merkt schon, wir haben wirklich viele Mantas gesehen. Aber trotzdem bekommt man einfach nicht genug von ihnen. 🙂

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Nach dem Mittagessen ging es dann zum nächsten Highlight, nach Rinca. 🙂 Wir waren total gespannt, ob & wo wir die Drachen sehen würden. Wir dachten ja, dass wir an irgendeinem Neben-Eingang reingelassen wurden, aber wie sich im Nachhinein rausstellte war es der Haupt-Eingang. Vollkommen unscheinbar. 😀 Bevor es „richtig“ los ging konnten wir schon einen Komodo Waran im Schatten, unter einem Baum liegen sehen. Und einen weiteren wie er sich in Richtung Wald bewegte. In der Mittagshitze sind die Tiere eher „faul“ & ruhen sich aus. Interessant war auch, dass der Park Guide uns erzählte das gerade Paarungs-Zeit sei, weswegen man gar nicht so viele Warane sehen kann. Denn für den Akt verkriechen sie sich lieber in den Wald, wo sie ungestört sind … Ahja! Imposant waren die Komodo Ware definitiv! Der massige Körper und der im Vergleich niedlich wirkende Kopf. Die Bewegungen erinnern irgendwie an die eines Body-Builders, aber der Waran schleppt ja auch einige Kilos mit sich herum. 🙂 Da wir insgesamt nur eine Stunde Zeit hatten gingen wir die kleine Runde. Wir sahen zwei weitere Warane, einer der es sich unter einem Haus gemütlich machte & einen der in einen Maschinenraum ging um ein bisschen zu randalieren. 😀 Außerdem sahen wir zwei junge Warane, die alles andere als gefährlich aussahen. 😉 Auf dem Weg kamen wir auch an den Nestern vorbei, welche die Warane eigentlich nur von Hühnern „klauen“. Leider war die Runde ziemlich kurz, aber trotzdem hatten wir ja ein paar Warane gesehen. Der „Jurassic Day“ war also ein voller Erfolg! 🙂

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Und wer jetzt denkt „Sau cool, da habt ihr ja wieder eine Menge gesehen“ … Ha, das war noch nicht alles! Auf der Fahrt zurück nach Labuan Bajo saßen Tobi und ich auf dem Deck, schauten auf das Meer, bewunderten die Landschaft & dann sagte er „Da hinten ist ein Delfin. Schau, da geradeaus auf halber Strecke zu dem weißen Haus“. Dazu muss man sagen, dass das besagte Haus sehr weit weg war & ich ja eh so schlechte Augen hab. 😀 Ich hab also nichts gesehen. Der Kapitän schaute dann auch, ob er den Delfin sichten kann. Und als er gerade sagt „Wahrscheinlich ist er hinter dem Boot“ sprang er direkt vorne am Boot aus dem Wasser. Aaaaaaah! Das war so cool. Ich bin sofort mit der Kamera nach vorne gesprintet & hab ein Video gemacht, denn es waren sogar 2 Delfine. Ganz nah, vorne am Boot, sprangen sie immer wieder aus dem Wasser & schwammen neben uns her. Sau cool! Wir hatten ja schon ein paar Delfine gesehen, in Belize und auf den Philippinen. Aber wir hatten sie noch nie so nah gesehen. Der Tag war einfach der Wahnsinn, wer hätte das gedacht? Ein besonderer Dank gilt hier natürlich auch Tobi, denn dank seiner Adler-Augen sehen wir immer so viele tolle Sachen! 🙂

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Und was haben wir die restlichen zwei Tage in Labuan Bajo gemacht? Nix. Ja, wir wollten gern noch auf die Insel Padar fahren & auch die Flying Foxes am Abend sehen, aber dafür hätten wir super früh aufstehen müssen. Und das war uns dann doch alles zu stressig. Außerdem haben wir so mehrere Gründe nochmal nach Flores zu fliegen, denn die Insel hat noch so einiges mehr zu bieten! 🙂

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