Ich will Meer – Advanced Open Water Diver

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So nun schreibe ich (Tobi) auch mal wieder einen Beitrag. Nachdem ich den Open Water Diver abgeschlossen hatte und meine ersten Tauchgänge – ca. 20 😉 – hinter mir hatte, entschloss ich mich auch noch den Advanced Open Water Diver zu machen.

Dieser besteht aus fünf Specialties, wobei zwei davon Pflicht sind: Tief-Tauchen und Navigations-Tauchen. Die anderen drei sind selbst auszuwählen.

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1.Tag:

Bei mir ging es mit dem Tief-Tauchgang los. 🙂 Was bedeutet das wir auf 30 Meter tauchen und dort verschiedene Übungen machen werden. Ich war sehr gespannt wie es sich anfühlen wird auf 30 Meter zu sein und wie sich die Umgebung und der Druck verändern werden. Also los ging`s. 🙂

Ab ins Wasser und abgetaucht. Wir gingen langsam über das Riffdach, durch Canyons zum sandigen Grund des Meeres. Und da waren wir auch schon auf 30 Meter. Der Umgebungsdruck nahm natürlich merkbar zu. Das Atmen viel deutlich schwerer und man merkte wie der Körper zusammengepresst wird. Als wir uns auf den sandigen Boden knieten und ich mich ganz auf meinen Körper konzentrieren konnte, wurde das Gefühl sogar noch stärker. Es war sehr interessant das Alles zu spüren. Zur Veranschaulichung des Drucks nahmen wir eine leere Wasserflasche mit zum Tauchen. Diese war auf 30 Meter komplett komprimiert und platt. Mit einer Taschenlampe überprüften wir wie sich die Farbgebung verändert. Es existiert quasi kein rot mehr.

Des Weiteren machten wir noch Tarier-Übungen und eine Special-Übung. Danach setzten wir den Tauchgang fort und tauchten langsam über verschieden Höhen Richtung Resort zurück.

Check: Tief-Tauchgang ohne Tiefenrausch oder sonstige Probleme absolviert. Leider ging es nicht ganz so souverän weiter. 🙂

Nächstes Specialty war Navigations-Tauchen. Vielleicht hatte ich doch ein kleinen Tiefenrausch oder es war einfach zu viel auf einmal, aber ich konnte mich schon über Wasser kaum konzentrieren. Im Prinzip hab ich alles verstanden. Kompass einstellen und ein Rechteck mit vorgegebener Länge/Flossenschlägen tauchen. Doch ich stand irgendwie total neben mir und konnte die simpelsten Rechnungen nicht lösen. Na gut, vielleicht kann ich ja Unterwasser besser denken und rechnen. Also ab ins Wasser. Was dann passierte würde ich am liebsten verschweigen aber es gehört halt auch dazu.

Ich tauchte alles aber nur kein Rechteck. Auf und ab, kürzer und länger, keine 90° sondern eher 110°. Mir gelang es einfach nicht mich zu konzentrieren und das richtig zu machen. Wirklich enttäuscht von mir selbst hörten wir dann auf.

Mike meinte wir würden das morgen nochmal wiederholen. Am Abend ging ich mit Maria nochmal alles durch und wir absolvierten Übungen auf dem Hauptplatz in Anda. Ich war mir sicher ich würde es morgen schaffen.

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2.Tag:

Motiviert und gleichzeitig schon jetzt genervt vom Navigieren gingen wir ins Wasser.

Aber siehe da es klappte ohne Probleme:)

Im Anschluss daran ging es an das Specialty für perfekte Tarierung. Hier machten wir einige Übungen wie Saltos oder Drehungen im Wasser. Mein Lieblingsübung war nur mit Hilfe der Atmung drei im Dreieck am Boden liegenden Steine mit dem Atemregler zu berühren, ohne dabei die Arme zu benutzen oder den Boden zu berühren. Nicht ganz leicht aber sehr cool.

Das Specialty für Strömung und Wellen hatten wir in diversen Tauchgängen zuvor schon behandelt und war somit nichts neues, und schnell erledigt.

Fehlte also nur noch das letzte Specialty der Nacht-Tauchgang. 🙂

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3.Tag:

Da Mike gesundheitlich nicht ganz fit war und auch sonst viel zu tun hatte entschieden wir uns dafür das ich den Nacht-Tauchgang mit Dagmar – einer langjährige Freundin von Mike und Tauchlehrerin aus Ägypten – machen werde. Ich war zuvor schon mit ihr Tauchen und somit kannte man sich und war vertraut.

Um 18 Uhr begannen wir mit einem ausführlichen Briefing und einigen Erklärungen zum Thema Nacht-Tauchen. Ist dann schließlich doch was ganz Anderes und man sollte einige Sachen beachten.

Ich war super gespannt und auch ein wenig aufgeregt als wir die Treppen Richtung Hausriff hinunter gingen. Taschenlampe an und dann hieß es auch schon wieder abtauchen.

Man kann sich das ganze ungefähr so vorstellen: Man sieht wirklich nur den Lichtkegel der Taschenlampe und je nacht Sicht und Mond ein paar Umrisse der Felsen. Wenn man die erste Aufregung überwunden hat ist es wirklich super entspannend nachts zu tauchen. Es ist so ruhig und friedlich Unterwasser, vor allem wenn man nur zu zweit ist. Keine anderen Taucher, keine Boote usw.

Was ich total witzig fand ist das die Fische tatsächlich schlafen. :). Da sitzen dann einfach mal ein paar Kugelfische mit zugekniffenen Augen auf einer Koralle und schlafen. Direktes Anleuchten natürlich nicht erwünscht und das berücksichtige ich auch. Hingegen sind andere Meerestiere nachts sehr aktiv. Wir sahen unteranderem Feuerfische, Muränen, Krabben, Krebse, Seesterne, Seeigel. usw.

Das Highlight war dann noch ein kleiner rosa-roter Geisterfetzenfisch den Dagmar entdeckte. Diesen beobachteten wir eine Weile ganz in Ruhe.

Das nächste Highlight für mich folgte gleich anschließend. Wir machten die Taschenlampen komplett aus bzw. hielten sie gegen unseren Körper so dass es komplett dunkel war. Es war einfach nur schwarz. Und dann wischten wir mit unseren Händen durch das Wasser. Das Plankton im Wasser began zu glühen wie Tausende Glühwürmchen. Wunderschön. 🙂

Als Abschluss sollte ich dann noch zurück navigieren. Ich kannte den Tauchspot bereits und wusste wo das Ufer liegt dementsprechend ging das ganz gut. Über Wasser angekommen war es geschafft. Ich bin Advanced Open Water Diver. Yeahhh!!! 🙂

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Die nächsten Tage und Wochen verbrachte ich immer mal wieder mit Tauchen. Mal in Anda oder auch in Siquior und Balicasag ließ ich es mir nicht nehmen die Unterwasserwelt zu erkunden.

Was mir sehr schnell bewusst wurde ist, dass Tauchen nicht immer und überall so abläuft wie es vielleicht optimal sein sollte. Und das man sich vor allem selbst zu 100% vertrauen muss und sich sicher fühlen muss. Aber da hatte ich ja mit Mike einen ganz tollen Lehrer, der mir alles wichtige mit auf den Weg gegeben hat und dem ich sehr dankbar bin für alles.

Tauchen ist einfach wunderschön wenn man die Unterwasserwelt und das miteinander respektiert, schätzt und schützt.

Ich könnte jetzt noch einiges erzählen aber ich heb mir auch was für zuhause auf. 😉 Dank unser tollen neuen GoPro hab ich immer mal wieder schöne Fotos und Videos Unterwasser gemacht. Was sich hier und dort als gar nicht so leicht herausstellte: Strömungen, Sichtweiten, Licht usw. Trotzdem haben wir sehr schöne Fotos und Erinnerungen an das Tauchen aber seht selbst. 🙂

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