Von San Josè (CR) nach Bohol (PH)

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Ich glaub ich habe tatsächlich nie jemandem erzählt, dass eine Reise auf die Philippinen einer meiner größten Träume war/ist. Und ich kann auch gar nicht genau sagen, wie dieser Wunsch entstanden ist. Vielleicht war es einfach die Vorstellung irgendwo im Pazifik auf einer der 7.000 Inseln in einer Hängematte am Strand zwischen Palmen zu liegen und auf das surreal erscheinende türkis-blaue Wasser zu schauen. Denn wenn man in Google „Philippinen“ als Suchbegriff eingibt und sich dann die Bilder ansieht … Wer kommt da bitte nicht ins Träumen & würde gern sofort ein Ticket buchen? Ja, eben! 😉

Und jetzt sind wir hier, auf den Philippinen – wow!!! Aber bis wir hier angekommen sind war es ein langer Weg … Am 15.02 ging unser Flug von San Josè nach München, es hieß also Abschied nehmen von Mittelamerika. Und das war ganz schön komisch. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern als der Shuttle-Fahrer uns am Flughafen absetzte und mir bewusst wurde das wir jetzt das letzte Mal „mittelamerikanische Luft atmen“ würden. Ein komisches Gefühl nach so langer Zeit wieder zu gehen. Aufzubrechen. Weiterzureisen, auf einen anderen Kontinent. Ans andere Ende der Welt, mehr noch, 14 Stunden weiter weg.

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Aber es gab auch etwas Positives, denn am Flughafen haben wir unseren jüngsten Reise-Begleiter ergattert: Freddy. Ja, eventuell könnte man an der Stelle jetzt denken, dass wir komplett den Verstand verloren haben & ein bisschen komisch sind. Aber nein. Wenn man Freddy sieht muss man einfach lachen. Und außerdem hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt kein Mitbringsel aus Costa Rica. Also musste Freddy einfach mit. Achja, für alle die immer noch nicht wissen von was wir reden: Wir haben ein Faultier-Kuscheltier gekauft – wie zig andere Eltern für ihre Kinder, nur das wir es für uns gekauft haben, naja ihr wisst schon was ich sagen will. 😉 Mit Freddy im Gepäck konnte die lange Reise also losgehen.

Insgesamt waren wir 18 Stunden unterwegs. Der Flug ging über Santa Domingo & Frankfurt nach München. Als wir in Frankfurt landeten wären wie fast schock-erforen, immerhin hatte es fast 35 Grad weniger als die letzten Monate … Deutlich erkennbar war auch, dass unser Lufthansa Flug eher ein Business Flug war, was sich allerdings positiv auf die Gepäck-Wartezeit auswirkte – perfekt! Als wir dann rauskamen wartete schon meine Mama auf uns – es war 08:30 Uhr morgens und sie war extra angereist um uns abzuholen und natürlich um uns zu sehen. 🙂 Ziemlich müde & platt waren wir auf jeden Fall. Und den Jetlag bekamen wir auch in den paar Tagen in München nicht wirklich in den Griff, leider. Dafür verbrachten wir tolle Stunden mit Tobi`s Familie und meiner Mama. Es war schön ein bisschen Zeit mit euch verbringen zu können. 🙂 Dankeschön!!! Und am 19.02 ging es dann schon wieder weiter: nach Manila.

Unser Flugzeug startete um 15:35 Uhr. Tobi`s Eltern waren so lieb uns zum Flughafen zu fahren & meine Mama lies es sich auch nicht nehmen noch einmal Tschüss zu sagen. Komisch war er schon, ein zweites Mal Abschied zu nehmen & zu wissen das es dieses Mal noch länger sein wird bis wir sie wiedersehen. Aber bei uns überwog natürlich die Freude über die Weiter-Reise. Und ich war ein bisschen aufgeregt, immerhin ging es für mich zum ersten Mal nach Asien. Ich könnte wahrscheinlich eine endlose Liste an Dingen machen, die ich auf dieser Reise zum ersten Mal gemacht hab. Und es fühlt sich so gut an!!! 🙂 Den Flug hatten wir mit Qatar gebucht & ich war ziemlich beeindruckt von der Innen-Einrichtung des Flugzeugs – besonders von der First Class. 😉 Zuerst flogen wir nach Doha, um von dort weiter nach Manila zu fliegen. Das Highlight auf beiden Flügen: definitiv das Essen. Ich hab sogar jeweils die Nachspeisen gegessen & das heißt was – denn die esse ich wirklich nie.

Als wir dann endlich – nach 18 Stunden – gegen 15:00 Uhr in Manila landeten waren wir sowas von platt. Wir hatten beide nicht wirklich schlafen können, maximal 1 oder 2 Stunden. Aber wir hatten zum Glück für die erste Nacht ein Airport Hotel gebucht und waren schnell dort. Und konnten uns ganz gut ausruhen. Perfekt war auch, dass es ein „Restaurant“ auf der Dachterasse gab, wo wir uns ein bisschen stärken konnten – mit unserer neuen Leibspseise: Pancit Bam-I (vegetarisch). Außerdem hatten wir einen ganz tollen Ausblick auf die Skyline von Manila. Das hat mich dann schon ein bisschen beeindruckt, denn immerhin war auch das ein „erstes Mal“. 🙂

In München beschäftigten wir uns einen ganzen Tag lang mit der Frage „Wo fahren/fliegen wir als erstes hin?“. Ja, gute Frage. Eigentlich wollten wir nach Palawan, aber das war auch nicht optimal von Zeit & Kosten, wir wollten einfach nur schnell Ruhe & Strand. Durch Zufall scrollte ich durch Facebook & entdeckte einen Blogpost über Bohol, was wir bis dahin nur wegen der „Chocolate Hills“ auf unserer Liste hatten. Aber nein, die Insel hat wohl auch tolle Strände. Perfekt! Die Entscheidung war schnell gefallen. Der Flug mit AirAsia für 46 Euro war fix gebucht, eine Unterkunft über Airbnb hatten wir auch gefunden. Puh!!!

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Also ging es am 21.02 nach Bohol. Allein die Anreise war toll, vom Flugzeug aus konnte ich so viele Inseln sehen, große & viele ganz kleine. Die Vorfreude stieg von Sekunde zu Sekunde!!! Als wir in Taglibaran ankamen mussten wir erst einmal schmunzeln. Wir standen vor dem kleinsten Gepäckband der Welt, direkt am „Eingang“. Man hätte uns die Gepäckstücke auch einfach einzeln in die Hand drücken können. 😀 Abgeholt wurden wir von dem Bruder unserer Airbnb-Host Anna. Für die ersten 5 Nächte haben wir ein Zimmer auf der vorgelagerten Insel Panglao gebucht. Eigentlich dachten wir das wir in der Nähe des Dumaluan Beach wohnen würden. Nur leider wurden wir ausgetrickst, denn auf der Karte war die Unterkunft falsch eingezeichnet. Anstatt im Süden zu wohnen, wohnen wir nun im Norden – mit Blick auf Doljo Beach. Im ersten Moment waren wir ganz schön sauer, aber mittlerweile gefällt es uns hier sehr gut! Es ist leider ein bisschen sehr einsam hier, es gibt gerade mal ein Restaurant (Muro-Ami), wo wir fast immer hingehen (Frühstück, Mittag, Abendessen“, keine Einkaufsmöglichkeiten und erst recht keinen ATM. 😉 Zum Glück hatten wir in Manila noch Geld abgehoben & zum Glück ist es hier günstig! 🙂 Aber zum Ausruhen ist es genau richtig. Leider sind wir beide ein wenig angeschlagen – jaja, die deutsche Kälte waren wir eben nicht mehr gewohnt. Und unser Schlaf-Rhythmus ist quasi nicht mehr vorhanden, aber auch daran arbeiten wir.

Und? Ist es so, wie ich es mir immer vorgestellt habe? Ich glaube schon. 🙂 Ziemlich sicher sogar! Wenn nicht gerade Ebbe ist kommt das wunderschöne Meer zum Vorschein & in Kombination mit dem blauen Himmel und der tollen Vegetation kann man das hier einfach nur als „Paradies“ bezeichnen. Die Menschen sind so freundlich, das Essen ist gut & der Ausblick aus unserem Zimmer ist eh unbezahlbar: Palmen, Strand, Meer, blauer Himmel und am Horizont sieht man einen Teil der Insel.

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An den ersten beiden Tagen haben wir einen Strandspaziergang gemacht und sind bis in den nächsten Ort (Panglao) gelaufen um ein bisschen Obst und Kekse zu kaufen. Tobi hat wieder viele tolle Bilder gemacht, damit wir die Schönheit dieses „Fleckchen Erde“ mit euch teilen können:

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Heute haben wir den südlichen Teil von Pangalo mit dem Roller erkundet (Beitrag kommt bald) und morgen ziehen wir schon weiter, nach Anda Beach. Aber was wir dort genau machen wollen verraten wir euch noch nicht …

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