León – Sightseeing, Wandern und Ausruhen

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Die letzte Woche (04.02 – 11.02) haben wir im schönen León verbracht. Die Reise begann eigentlich schon am 03.02 als wir mit dem „Chicken Bus“ nach Rivas fuhren. Denn irgendwie lief alles nicht so rund & nicht wie geplant und am Ende fanden wir uns in einer privaten Casa in Rivas wieder. Von hier aus, so der Plan, könnten wir am nächsten Tag stündlich nach León fahren & müssten nicht um 05:00 Uhr aufstehen. 😉 In Rivas angekommen machten wir uns auf die Suche nach der „Bus Station“. Wie so oft war das aber einfach nur der Mercado. Hier fragte ich dann zwei Herren nach den Abfahrtszeiten für den Bus nach Managua, wo wir dann in einen weiteren Bus nach León steigen mussten. Ganz selbstbewusst sagten sie 05:00 Uhr, nur 05:00 Uhr. Auch als ich nachfragte ob es wirklich nur einen Bus um 05:00 Uhr gibt sagten sie „Ja“. Naja, das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir fragten noch ein paar andere Einheimische, z.B. an der Tankstelle, aber so richtig schlau wurden wir nicht. Alles was wir wussten war das wir gegenüber von der Tankstelle in den Bus zusteigen können. Nach ein paar Recherchen im Internet entschieden wir uns für die „unsichere“ Variante, ausschlafen & einfach irgendwann gegenüber von der Tankstelle hinstellen und hoffen das der Bus anhält …

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… Und so machten wir uns am 04.02 auf den Weg zur Tankstelle, in der Hoffnung einen Bus nach Managua zu erwischen. Irgendwie haben wir uns dann an der Tankstelle von einem „Taxifahrer“ (an dieser Stelle bezweifeln wir mal das er einen Taxischein besitzt) anquatschen lassen, der meinte das wir zum Mercado müssen um dort einen direkten Transport nach Leòn zu bekommen. Ja okay, wir wollten ja einfach nur weg & haben ihm 2 Euro gezahlt damit er uns fährt.

Das Ganze endete darin, dass er uns eine Collectivo-Fahrt für viel zu viel Geld andrehen wollte, mit zig Zwischenstopps auf der Strecke. Und plötzlich, wie aus dem nichts, rief ein Mann „Leòn? Leòn?“ und wir sagten nur „Si.“. Und siehe da, weiter vorn stand der „Chicken Bus“ nach Managua – den wir ja eigentlich nehmen wollten. Und was dann passierte war wirklich spannend. Sowohl der Taxifahrer wie auch der nette Herr aus dem „Chicken Bus“ zogen an meinem Rucksack, der Kampf hatte begonnen. 😀 Aber wie ihr euch bestimmt denken könnt sind wir natürlich in den günstigen Bus eingestiegen & haben uns nicht von dem Taxifahrer übers Ohr hauen lassen. 😉 Außerdem ist es immer viel cooler mit den Einheimischen im vollkommen überfüllten „Chicken Bus“ zu sitzen. Meine Sitznachbarin Jaqueline konnte zum Glück sehr gut englisch sprechen & so konnte ich mich eine ganze Weile sehr nett mit ihr unterhalten. Als wir in Managua ankamen hatten wir einen kurzen Schockmoment, weil die Haltestelle mitten auf einem riesigen Markt war.

Der nette Herr von vorher besorgte uns einen Taxifahrer der uns zur 10 Minuten enfernten Haltestelle nach Leòn bringen sollte. Erst wollte der gute Mann ganze 20 Dollar von uns haben – im Vergleich: von Rivas nach Managua haben wir zusammen 4 Euro bezahlt & die Fahrt dauert gute 2 bis 2,5 Stunden. Wir konnten ihn dann auf 10 Dollar runterhandeln, aber richtig begeistert war er nicht & wir hatten ein mulmiges Gefühl während der Fahrt. Er hielt auf einem noch viel größeren Markt und zeigte auf Minibusse die hinten auf einem Platz standen. Ich fragte ihn dann in meinem wenig guten Spanisch wo denn die richtigen Busse fahren & er meinte es würde nur diese geben. Eigentlich waren wir uns sicher am falschen Ort gelandet zu sein, aber diskutieren war sinnlos. Also gingen wir zu den Minibussen, die natürlich Collectivos waren, was sonst. 😉 Also war alles was wir recherchiert hatten nichtig … Jetzt konnten wir nur noch hoffen, dass es nicht unglaublich teuer war. Irgendwo sah ich ein Schild mit „Mercado Oriental“ & Tobi fand später heraus, dass dieser Markt wohl der gefährlichste in Managua sei was Überfälle etc. angeht. Ja, vielen Dank auch Herr Taxifahrer. 😉 Und die Station zu der wir eigentlich wollten war natürlich ganz woanders. Merke: Vertraue keinem Taxifahrer in Managua!!!

Aber am Ende kamen wir gut in Leòn an & zahlten auch nur 4 Euro zusammen. Nach dem Abenteuer nahmen wir und dann nochmal ein Taxi zum Hostel, da der Markt wo wir in Leòn ankamen auch wieder relativ außerhalb war. Wir waren so froh, als wir endlich da waren!!! Ab da stand fest: wir fahren nicht wieder auf eigene Faust über Managua, da kann man sich auch ein Shuttle leisten und wird nicht übers Ohr gehauen. 🙂

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Hungrig zogen wir erst einmal los in Richtung Kathedrale, die nur 5 Minuten Fußweg von unserem Hostel Casa Ivana war. Allein wegen dieses Anblicks muss man Leòn ins Herz schließen. Wir beschlossen es die nächsten Tage ein bisschen ruhiger angehen zu lassen, die Stadt zu genießen und uns wegen einer Wandertour zu informieren. Tobi hatte eine 2-Tages-Tour auf den Vulkan Telica rausgesucht, mit Quetzaltrekkers. Am 05.02 machten wir uns dann also auf in deren Büro um uns ein paar Infos zu holen. Uns wurde gleich gesagt, dass der Telica nur als Sunset-Tour am Abend angeboten wird, weil es zu gefährlich ist aktuell oben zu übernachten, da der Vulkan z. Z. sehr aktiv ist. Allerdings gibt es eine 2-Tages-Tour auf den Vulkan El Hoyo, von dessen Gipfel man auf viele anderen Vulkane schauen kann (Momotombo, Momotombito, Cerro Negro, Telica, San Cristobal – letztere ist der höchste in Nicaragua). Dafür muss man allerdings fit sein & 2 Tage lang seinen eigenen Backpack mit einem Gewicht von 15 – 20 Kilo tragen. Das klang nach einer Herausforderung, die wir meistern wollten! 😉 Nachdem wir 1 Nacht darüber geschlafen hatten entschieden wir uns dafür uns in die Liste einzutragen – leider hatte der Typ am Vortag uns das falsche Datum gesagt & so hatten wir einen Tag mehr um uns mental auf das Abenteuer vorzubereiten, welches am 07.02. begann.

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In der Zeit bis dahin versuchten wir alles um auf das Dach der Kathedrale in Leòn zu kommen, aber es war aussichtslos. Andauernd hieß es „morgen, 8 Uhr, 15 Uhr“, aber nie konnte man hoch. Zum Verzweifeln war es!!! Und wir können ergänzen: Wir haben es in der ganzen Woche nicht geschafft. 😦 Aber wir erkundeten fleißig die Stadt, kauften ein paar Souvenirs & gönnten uns viel leckeres Essen. Und wir verbrachten viel Zeit mit Anstehen an der Kasse des Supermarktes, wo wir täglich einkaufen waren. 😉 Am Abend vor der Wanderung hieß es also Rucksäcke entleeren & nur das Nötigste mitnehmen: 1 Buff-Tuch, 1 T-Shirt, 1 Fleecepulli, 1 lange Hose, 1 Bikini/Badehose, 1 Handtuch, Sonnencreme, Moskitoschutz, Stirnlampe und in weiser Voraussicht eine Packung Kosmetiktücher. Aber hier beenden wir erst einmal das Thema Wanderung, denn dazu wird es bald einen extra Post geben, mit vielen tollen Bildern. 🙂

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Nach der Wanderung brauchten wir ein paar Tage um uns zu regenerieren, also blieben wir bis zum 11.02 in Leòn. Am 09./10.02 verbrachten wir viel Zeit in unserem Zimmer oder versuchten auf das Dach der Kathedrale zu kommen – erfolglos leider. Wir kauften viel Obst, um unserem Körper etwas Gutes zu tun & ruhten uns so viel wie möglich aus. Außerdem gingen wir an beiden Tagen zum Frühstücken zu einer super leckeren französischen Bäckerei, die uns von einem unserer Guides (Christian, ein Deutscher) empfohlen wurde: Pan & Paz. Hier gibt es so viele Leckereien zu einem wirklich sehr fairen Preis. Für 2 frische Säfte, Tee, Kaffee, 2 Croissants, 1 Schoko-Croissant & 1 frisch belegte Semmel haben wir umgerechnet gerade mal 8 Euro gezahlt. Unschlagbar!! Und die belegten Semmeln waren nicht von dieser Welt. 😀 Das gönnten wir uns nach den beiden anstrengenden Tagen. 🙂

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Innerhalb der beiden Tage entschieden wir uns außerdem für die verbleibenden Tage zurück nach San Juan del Sur zu fahren. Und nach dem kleinen Desaster in Managua in der Woche zuvor entschieden wir uns dafür ein Shuttle für 25 Dollar pro Person zu buchen, der uns von Haustür zu Haustür fuhr, was eine super Entscheidung war. 🙂 So verließen wir León am 11.02 mit vielen tollen Eindrücken und nach einem sehr großen Abenteuer, dass wir so schnell nicht vergessen werden.

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In San Juan hatten wir uns diesmal für eine Airbnb Wohnung entschieden, die auch wirklich super war. Vor allem nah an unserem Lieblingslokal „Comedor Las Flores“, was wir natürlich ausnutzen mussten an den beiden letzten Tagen. Leider haben wir es nicht noch einmal geschafft surfen zu gehen, aber wir haben die letzten Stunden an diesem wundervollen Ort trotzdem sehr genossen. Wir haben uns ein paar Andenken gekauft, versucht einen Strandspaziergang zu machen (der auf Grund des Windes nach 5 Minuten abgebrochen werden musste) und ein letztes Mal das leckere Eis genossen. Achja, hier kann man sich einfach nur wohlfühlen!

Jetzt sitzen wir gerade in unserer Unterkunft in Rivas, von wo aus wir morgen um 06:20 Uhr den Bus zurück nach San Josè (Costa Rica) nehmen. Die Tickets sind gedruckt & wir wissen wo der Bus anhält um uns einzusammeln, es kann also (fast) nichts schief gehen. 🙂 Drückt uns die Daumen, dass morgen alles glatt läuft & wir mittags in San Josè sein werden, um unsere letzten Stunden in Mittelamerika zu genießen …

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