La Fortuna, Vulkan Arenal & Tobi’s Geburtstag

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Am 26.01 führte uns unsere Route weiter nach La Fortuna, einer Stadt in der Nähe des Vulkan Arenal – einer der aktivsten der Welt. Hier werden extrem viele Aktivitäten angeboten & Vulkane begleiten uns bis jetzt auf jeder Reise. Sei es der Teide auf Teneriffa oder der Stromboli inBella Italia. Vulkane sind offensichtlich unser Ding. 🙂

Um nach La Fortuna zu kommen mussten wir einen Boot-Shuttle-Transport buchen, der mit 60 Dollar pro Person leider ziemlich teuer war. Es ging erst mit dem Wassertaxi von Tortuguero nach La Pavona – auf der Fahrt konnten wir ein letztes Mal die atemberaubende Flora & Fauna dieses Areals genießen. Dort angekommen mussten wir eine Stunde auf den Minibus warten, mit gefühlt 200 anderen Touristen. 😀 Und wir hatten uns schon gewundert wo all die Touristen seien, da waren sie wieder … Durch den privaten Transport hatten wir die Hoffnung schnell nach La Fortuna zu kommen. Dem war leider nicht wirklich so, wir machten einen langen Stopp von einer Stunde um auf weitere Passagiere zu warten & dann nochmal einen kürzeren. Alles in allem sind wir ziemlich mit der Kirche ums Dorf gefahren. 😉 Aber: Der Weg ist das Ziel.

Mit der Unterkunft lief es leider auch nicht so gut am Anfang: kaputte Duschtür, loser Klodeckel & eine „Gemeinschaftsküche“ in der eine Köchin saß (wieso???) inkl. dreckigen Töpfen. 😉 Da die Unterkunft nicht besonders günstig war machte ich etwas was ich sonst nie mache, ich beschwerte mich an der Rezeption & zackig bekamen wir ein Zimmer im 2.Stock mit super Bad, TV, Kühlschrank & Balkon mit Blick auf den Vulkan. Wenn sich das mal nicht gelohnt hat. 🙂 Und am zweiten Tag bekamen wir sogar noch die Fernbedienung für die Klimaanlage, weil unser Ventilator kaputt war. Also hatten wir am Ende ein echtes Luxuszimmer, Yeah!

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Am ersten Tag machten wir nicht viel in La Fortuna, da wir ziemlich fertig waren & wir uns ein bisschen ausruhen wollten. Wir erkundeten nur ein bisschen die Stadt & gönnten uns ein leckeres Eis! 🙂 Außerdem informierten wir uns über Wander-Routen in der Nähe des Vulkans, da wir am nächsten Morgen losziehen wollten. Da wir uns nicht entscheiden konnten entschieden wir uns dafür einfach den 08:00 Uhr Bus zu nehmen & spontan zu schauen welchen Wanderweg wir gehen. Also stellten wir unseren Wecker auf 07:00 Uhr, besorgten uns Proviant & los ging`s. Der Bus kostete uns nicht einmal 2 Euro pro Person – im Vergleich: ein Taxi bis zum Vulkan kostet ca. 30 Euro. Von der Haltestelle aus führt ein Weg Richtung Nationalpark-Eingang. Wir entschieden uns dafür gleich den ersten Wanderweg zu gehen, da dieser ein anspruchsvoller Rundweg sein sollte (ca. 2,5 Stunden) mit tollen Ausblicken auf den Vulkan & die Feuerrutsche. Der „Arenal 1968 Trail“ liegt nicht im Nationalpark & kostet ca. 10 Dollar Eintritt, die sich aber schon nach den ersten Metern total lohnen! Am Anfang des Wegen gibt es eine Aussichtsplattform mit Bänken & Tischen, wo man sich mit genialem Ausblick stärken kann bevor es richtig los geht. Man hat einen wunderschönen Ausblick auf den Vulkan, den Arenal-See & die Umgebung.

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Nach dem Frühstück konnte es losgehen. Wir wurden begrüßt von Kolibris & liefen anfangs ganz entspannt über die grüne Wiese, vorbei am Regenwald. Und dann wurde es spannend: Plötzlich ging es in den Regenwald, aber es gab keinen tollen breiten Wanderweg wie wir es bisher gewohnt waren, sondern es sah ziemlich abenteuerlich aus. Nach kurzem Durchatmen marschierten wir dann weiter – was mich einiges an Überwindungen kostete, denn wer mich kennt weiß das ich unglaublich Angst vor Spinnen habe … Aber trotzdem war es ein schöner Weg, der tatsächlich eher anspruchsvoll war. Konditionell wegen des Klimas & für mich ein bisschen mental. 😉 Der Wald war natürlich wunderschön, wie immer. Leider bekamen wir nicht sehr viele Tiere zu sehen, aber der Ausblick auf den Vulkan vom höchsten Punkt des Weges entschädigte für Alles. 🙂 Wir hatten super viel Glück mit dem Wetter & konnten den Vulkan Arenal in seiner vollen Pracht (ohne Wolken) sehen. Ein atemberaubender Anblick!

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Alles in allem war der Wanderweg wirklich schön, abenteuerlich & genau das was wir gesucht hatten. 🙂 Am Nachmittag machte ich noch ein paar Besorgungen, immerhin war am nächsten Tag ja Tobi`s Geburtstag … Schon der zweite, den er nicht Zuhause in München verbringt. Denn letztes Jahr flogen wir für 1 Woche nach Teneriffa. Da wir auch dieses Jahr etwas besonderes machen wollten buchten wir eine Tour zu den „Hanging Bridges“, in der Hoffnung das es eine coole Tour werden würde … Am 29.01 klingelte der Wecker um 07:30 Uhr. Ich schob die Decke über Tobi`s Gesicht, holte das Snickers aus dem Kühlschrank & versuchte verzweifelt 2 Kerzen hineinzubohren – 5 Minuten später brannten sie zum Glück. 🙂 Außerdem hatte ich einen „Happy Birthday“-Ballon besorgt, eine Karte aus München mitgenommen & Tobi hatte sich ein Stück Schoko-Kuchen ausgesucht. Der Geburtstags-Tisch war natürlich nicht so voll, aber dafür voller Liebe. 🙂

Um 09:00 Uhr holte uns der Shuttle ab. Insgesamt waren wir 10 Leute plus Guide – diesmal waren wir die einzigen Deutschen. Auf der Fahrt zählte der Guide schon einmal auf, was wir heute so alles sehen könnten, z.B. Faultiere, Vögel, Schlangen, Geckos, Taranteln … Und ich dachte mir nur „Taranteln? Hat er jetzt ernsthaft Taranteln gesagt? Ohje!“ Tobi hatte schon ein bisschen Mitleid, ich hatte noch die Hoffnung das wir keine sehen, weil sie ja nachtaktiv sind. Wir wollten ja einen schönen Tag haben & deswegen gingen wir positiv an die Sache ran. Ich sagte ihm, dass ich Angst vor Spinnen habe & er mir bitte rechtzeitig Bescheid geben soll, damit ich ein paar Meter zurück bleiben kann. Hätte ich vll lassen sollen, denn ab da hieß es aller paar Meter „Tarantula, Tarantula, Tarantula“. Natürlich fand er auch bald ein Loch mit einer kleinen Version drin, die alle begutachten konnten. Ich hab auch wirklich nichts dagegen wenn andere sich für diese Tiere interessieren, ich muss sie nur wirklich nicht sehen. Weiter ging es also über die erste Hanging Bridge, die fast 90 Meter lang und ca. 40 Meter hoch über dem Boden war – ein echt cooles Erlebnis. Auch wenn es etwas wackelig war. 🙂 Man konnte von den Brücken aus toll in den Wald und die Baumkronen schauen. Das hat uns wirklich sehr gut gefallen.

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Unser Guide war aber leider nur an einem interessiert: Tarantula. Wir gingen an einem Betonpfahl vorbei, wo er in dem untersten Loch eine entdeckte, er meinte sogar sie hatte Babys. Und jetzt kommt der wirklich schlimmste Part der Tour. Er nahm einen Stock um sie aus ihrem Loch zu schieben, was wir allein einfach schon einfach nicht gut finden, denn die Tiere sind nicht umsonst nachtaktiv. Ich stand in sicherer Entfernung, als er sie mit dem Stock von vorn zurückschieben wollte & die blitzschnell nach oben krabbelte … Tobi kam sofort um mich in den Arm zu nehmen, ich konnte gar nicht anders als zu weinen, (a) weil ich unglaubliche Angst hatte & (b) weil ich so unfassbar wütend auf den Guide war, weil ich es unmöglich finde wie er mit dem Tier umgegangen ist. Immerhin ist es sein Job & er sollte Respekt vor der Natur haben. Ich hab mich unglaublich erschrocken, aber die Spinne wollte in dem Moment natürlich auch einfach nur fliehen.

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Ein Highlight war der Tukan, den wir mit Hilfe eines Fernglases ganz gut sehen konnten & drei kleine Schlangen. Wir hatten uns ein bisschen mehr von der Tour erhofft, aber sie war auch nicht schlecht, wir haben für uns das Beste daraus gemacht. 🙂

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Am Abend ging es dann zum Geburtstagsessen in ein etwas besseres Restaurant. Tobi bestellte sich „Pork Chop“ mit Salat, Erdbeeren, kandierten Äpfeln & Trüffelhonig – klingt wie ein Gedicht & das war er auch. Ich war glücklich, dass es ihm so gut schmeckte & er so begeistert war von seinem Essen. 🙂 Ich hatte Pasta mit Tomatensauce, getrockneten Tomaten, Oliven, Knoblauch, Basilikum & Oliven – auch sehr lecker. Und weil es so wenig Süßen gab an dem Tag gönnten wir uns noch ein Dessert: Kokos-Brot mit Karamell-Eis, Papaya und kandierten Cashew-Nüssen. Ja, da haben wir uns was gegönnt. 😀

Insgesamt war es ein ganz toller Tag, der Tobi sehr viel Freude bereitet hat. ❤

Und im nächsten Beitrag erzählen wir euch dann wie wir nach Nicaragua gefahren sind, unsere Surf Crew kennengelernt haben & ob wir es geschafft haben Wellen zu reiten …

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