Tulum Teil 1 – Anders, aber wunderschön

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Kennt ihr das – ihr habt eine grobe Vorstellung von einem Ort & dann ist es ganz anders als ihr gedacht hättet? Genau so ging es uns in Tulum. 🙂

Unser Host Ryan war so nett uns am Busbahnhof abzuholen & brachte uns direkt zu seinem Haus, wo wir die nächsten Tage mit ihm wohnen würden. Wir hatten unser eigenes Zimmer & unser eigenes Bad, beides sehr großzügig. Die Küche mit Essplatz war sehr einladend, nur leider ging über den gesamten Zeitraum der Gas-Herd nicht, weil die Gasflasche leer war. Also keine Nudel mit Tomatensauce für uns. 😉 Aber auch damit konnten wir gut leben. Ryan gab uns ein paar Infos über die Stadt, wie wir am Besten zu den Ruinen & zum Strand kommen. Weil wir gern Fahrräder ausleihen wollten fuhr er uns zu einem Laden wo es einen Verleih geben sollte. Nur leider hatten sie dort keine Räder mehr. Und Ryan war auch schon verschwunden … Also gingen wir kurzerhand ein bisschen betrübt zurück zum Haus, Ryan war ziemlich überrascht & fuhr uns netterweise noch zu einem anderen Laden – wo er dann auch wartete bis wir unsere Fahrräder hatten. 🙂 Zur Stärkung gingen wir dann ein paar Tacos essen & diesmal haben wir mit der 1.Essens-Auswahl alles richtig gemacht. Dieses Straßen-Restaurant besuchten wir tatsächlich jeden der folgenden Tage. 🙂 Was wir wirklich gelernt haben: Essen geht man in Mexiko am besten immer bei den „Restaurants mit den roten Plastik-Stühlen“ – hier gehen auch die Einheimischen essen, das Essen ist immer lecker & einfach unschlagbar günstig.

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Auch wenn es schon Nachmittag war entschieden wir uns spontan dazu einen Abstecher zum Strand zu machen. Betonung auf „einen Abstecher“ … Wie weit konnte es schon sein? Ryan meinte: „Fahrt bis zur 2.Ampel, dann rechts & am Ende kommt eine Abbiegung: links geht’s zur Ruine und zum öffentlichen Strand & rechts zu den Hotels mit Strandzugang“. Okay, klang erst einmal nicht weiter wild, ich hatte irgendwo irgendwas von 15 Minuten zur Ruine gelesen. Also fuhren wir bis zur 2.Ampel, in unserer Vorstellung war die näher, aber okay, ein bisschen Sport kann ja nicht schaden. Wir bogen rechts ab & fuhren auf dem angelegten Fahrradweg so vor uns hin und eigentlich dachten wir uns andauernd nur „Wann kommt denn die verflixte Abbiegung?“. Als Tobi irgendwann auf die Offline-Karte seines Handys schaute sagte er dann zu mir „Naja, 60% haben wir schon geschafft“ & ich dachte mir nur „Nicht dein Ernst“ … Die Strecke zog sich, meine Güte. Als wir irgendwann dann an der besagten Abbiegung angekommen waren merkten wir es nicht einmal, weil wir einfach nach rechts weiterfuhren, denn die linke Abbiegung war von dem Winkel aus nicht wirklich zu erkennen. 😉 Hotels sahen wir nicht wirklich, nur Wald & Zäune und ein paar Schilder. Da waren wir schon so lang gefahren & dann weit und breit kein Strand. Also drehten wir um, sahen dann auch endlich die Straße die nach links zu den Ruinen führte und kamen dann ziemlich bald am öffentlichen Strand an. Endlich Meer!!! 🙂 Das hatten wir uns aber auch wirklich verdient. Da es leider schon langsam dunkel wurde entschieden wir uns dazu am nächsten Tag nochmal zurück zu kommen und dann ins Wasser zu springen. Und auch wenn die Fahrt ganz anders war als wir es und vorgestellt hatten, der Strand war wunderschön. 🙂

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Am Abend schaute Tobi dann mal nach wie viele Kilometer wir gefahren waren & dann war auch klar das der Strand tatsächlich nicht um`s Eck liegt: sieben Kilometer entfernt liegt er & da fängt er erst an. Wir waren also gute 15 Kilometer gefahren. Sportlich. 🙂

Da wir am Abend keine Lust mehr hatten uns aus dem Haus zu bewegen wagte ich mich in die Zubereitung einer Salsa. Und siehe da, sie schmeckte sehr gut & war sehr nah am mexikanischen Original. Sogar Ryan schmeckte sie. 😉

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Falls jemand das Rezept wissen will: Tomaten, Zwiebeln, Salz, Koriander & Limette.
In der richtigen Dosis natürlich, aber nach Gefühl geht auch. 🙂

Den Tag vor Weihnachten verbrachten wir mit einer weiteren Rad-Tour zum Strand, wo wir uns einen Cocktail gönnten, wohlgemerkt den ersten nach 3 Wochen Reise. 😉 Mit dem Blick aufs Meer, den Palmen und dem Sand unter den Füßen schmeckte er natürlich umso besser.

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Für den Weihnachtsmorgen kauften wir zwei kleine Törtchen, die auf den 1.Blick ganz lecker aussahen – immerhin waren sogar Beeren oben drauf … Nur leider machte uns die Rückfahrt einen Strich durch die Rechnung: 30 Grad, Sonne, 15 Minuten radeln  & diverse Schlaglöcher setzten den armen Törtchen ziemlich zu. Zuhause mussten wir sie also erst einmal in den Kühlschrank stellen, um zu retten was noch zu retten war. 😉

Am Abend gingen wir dann in ein Fisch-Restaurant, das Ryan uns empfohlen hatte. Da es nur 5 Minuten entfernt lag waren wir schon ein paar Male vorbei geradelt & immer war ziemlich Betrieb und die Leute standen an um einen Platz zu bekommen. Wir hatten Glück an dem Abend, da genau 2 Plätze für uns frei waren. Eigentlich waren wir schon nach den Nachos mit Guacamole satt, die man üblicherweise in mexikanischen Restaurants vor dem Essen bekommt – die waren einfach so gut! Der Hauptgang war aber auch sehr lecker. Tobi hatte gegrillten Fisch & ich Scampis, beides kam mit Reis und Gemüse. Es hat also seinen Grund warum die Leute davor anstehen. 🙂

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Und wie wir den Weihnachts-Tag verbrachten erfahrt ihr im nächsten Post.

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