Mérida – Die Stadt der Hängematten

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Heute melden wir uns aus Merida, der Hauptstadt von Yucatan & der Stadt der Hängematten. 🙂

Freitagmorgen verließen wir das beschauliche Valladolid, das wir schon ein wenig ins Herz geschlossen hatten. Mit seinen schönen Straßen, dem guten Essen & der Gelassenheit der Menschen.

Trotzdem freuten wir uns sehr auf Merida, darauf eine neue yucatekische Stadt zu entdecken & auf weitere kulinarische Highlights. Nach einer weiteren langen einsamen Autobahnfahrt wurden wir beim Einfahren in Merida diesmal von einer Polizeikontrolle begrüßt – die uns bis dahin ja erspart geblieben war. Ja, es ist wirklich ein sehr unangenehmes Gefühl wenn da plötzlich 2 schwer bewaffnete Polizisten vor einem stehen & das Auto, sowie das Gepäck durchsuchen.

Tobi wurde sogar abgetastet & auch wenn man eigentlich weiß das man nichts zu befürchten hat weiß man in dem Moment gar nicht wie man sich am besten verhalten soll. Hier bemerkten wir auch wieder einmal die fehlenden Spanisch-Kentnisse. Hier im Innland wird zu 95% nur spanisch gesprochen & ein paar Brocken englisch. Trotzdem hab ich dann versucht ein bisschen Smalltalk mit einem der beiden Polizisten zu führen, hat wahrscheinlich gar nichts bewirkt, aber nur dumm da stehen kam mir in dem Moment auch komisch vor … Alles in allem haben wir die Kontrolle natürlich gut überstanden & wir konnten unsere Fahrt ins Zentrum weiterführen.

Als wir in unserem Hotel ankamen waren wir super positiv überrascht. Es ist sehr ruhig, da die Zimmer in einer Art Innenhof liegen. Es gibt einen Pool & das Zimmer ist wirklich sehr groß & das Badezimmer das beste was wir bisher hatten. Also ein Ort zum Wohlfühlen. 🙂

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Merida selbst ist sehr laut im Zentrum. Es ist sehr viel los in den Straßen, ab & zu fällt man einfach mal vom Bürgersteig runter weil der Gehweg nicht breit genug ist. 😉 Es ist unheimlich viel Verkehr, es gibt wahnsinnig viele Busse und überall pfeifen Polizisten den Verkehr, obwohl es Ampeln gibt. ABER: Die Menschen hier sind so unfassbar freundlich! Von der ersten Sekunde an kann man sich hier wirklich willkommen fühlen. Manchmal fühlt man sich ein bisschen wie im Zoo, weil man doch ab & zu sehr genau begutachtet wird. Aber eher auf eine positive Art, denn die meisten Yucateken lächeln uns an. Schade ist wirklich das wir kein Spanisch sprechen können, sonst hätten wir wahrscheinlich das ein oder andere sehr interessante Gespräch hier führen können. Immerhin können wir bei dem Quesadillas-Laden unserer Vertrauens „dos papas y uno chorizo“ bestellen. Und die Frau welche die Maisfladen dort per Hand platt presst freut sich wenn wir wieder vorbei kommen – das gibt sie uns per Handzeichen zu verstehen. 🙂

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Am Freitag wurden wir gleich 3x von Einheimischen angesprochen – die Englisch sprechen konnten – wo wir herkommen & wir haben von allen tolle Tipps bekommen. Zum Beispiel das Freitagabend am Hauptplatz immer das „Maya Ballspiel“ nachgespielt wird & das am 12.12 die „Noche Blanca“ stattfindet (eine Art Winterfest). Als wir Freitagabend zum Hauptplatz gingen um uns das Maya Spektakel anzusehen wurden wir von Ernesto angesprochen, der uns endlich erklärte wie die Ernährung der Mexikaner abläuft: Morgens sehr viel (Tacos, Obst usw.), mittags Maisbrei – der für den Rest des Tages satt macht & abends Wasser. 😉 Und Ernesto verhalf uns zu unserem Weihnachtsgeschenk: einer aus Sisal handgefertigten Hängematte. Ich mein, wo bietet es sich mehr an eine zu kaufen als hier in Merida, der Stadt der Hängematten … Genau deswegen gönnten wir uns eine, die jetzt auf dem Weg nach Deutschland zu Tobi`s Eltern  ist– das hätte sonst den Rucksack gesprengt. 🙂

Das Wochenende haben wir sonst sehr ruhig angehen lassen. Wir sind ein bisschen durch die Straßen gestreift, was ja gar nicht mal so unanstrengend ist. 😉 Ich bin ja ganz beeindruckt von dem Weihnachts-Wahnsinn der Mexikaner, es gibt nichts was man nicht kaufen kann. Und es ist alles so kitschig. 😀 Ich habe mal versucht es in ein paar Bildern festzuhalten. Am besten gefallen mir die Pinatas, die es in allen möglichen Formen (traditionell, Disney Figuren usw.) & Farben gibt.

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Samstagabend wollten wir uns natürlich nicht die „Noche Blanca“ entgehen lassen, hatten aber tatsächlich mehr erwartet. An der Kathedrale gab es ein tolles Intro in die Nacht, eine Animation wurde auf die Kirche projiziert, musikalisch untermalt und auf spanisch wurde wohl die Geschichte Meridas erzählt – wir haben ja leider nichts verstanden. 🙂 Es gab eine Straßenband die toll spielte, eine Bühne mit Theater, aber irgendwie fehlte der erwartete mexikanische Flair. Es gab keine Stände, keine tanzenden lebensfrohen Mexikaner – das war wirklich schade.

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Dafür gibt es heute am Sonntag auf dem Hauptplatz einen großen Markt mit sehr vielen Essens-Ständen, um die sich viele Einheimische tummeln. Hier bekommt man schon eher ein Gefühl für die Mexikaner. Im Park gibt es außerdem viele Stände an denen traditionelle Waren verkauft werden, wie Kleider oder ähnliches. Wir haben uns natürlich auch zwischen die Einheimischen gemischt & uns ein paar Tacos und Tortas gegönnt – sehr lecker! Zum Dessert gab es „Marquesitas“ – eine Mischung aus Crepe & Waffel – 1x gefüllt mit Käse und 1x gefüllt mit Nutella. Auch sehr lecker! 🙂

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Morgen Früh geht es für uns mit dem Auto zurück nach Cancun Flughafen & von dort aus mit  dem Bus „ADO“ über Playa del Carmen nach Tulum. Auf in neue spannende Abenteuer! 🙂


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