Ubud – Bali hautnah erleben

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Nach unsrem Start in Canggu wurde es Zeit „das richtige Bali“ zu entdecken. Eigentlich stand Ubud gar nicht auf unserer imaginären Liste, allerdings hatte ich auf TripAdvisor einen ziemlich coolen Trek gefunden der ganz in der Nähe lag und den wir beide sehr gerne gehen wollten. Was natürlich ausserdem dafür sprach: die bekannten Tegalalang Reisterassen, die nur wenige Kilometer enfernt von Ubud liegen. Und da wir eh Richtung Norden reisen wollten lag es quasi auf dem Weg. 😉 Also buchten wir eine Unterkunft, probierten den Fahrservice Uber aus (coole Sache!) & kamen am Nachmittag des 23.04 in unserem wundervollen Homestay an …

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… schon während der Fahrt merkte ich wie mein Körper wieder runterfuhr. Seit Mexiko ist der Wald einfach mein Element, er beruhigt mich ungemein und ich fühle mich gleich viel wohler. Und auf der Strecke nach Ubud  fuhren wir ganz gemütlich durch den Dschungel. Auf den Strassen war gleich viel weniger los, vielleicht auch weil die Strassen breiter waren. Es war weniger hektisch und weniger laut. Einfach weniger, weniger als in Canggu.

Unser Homestay Made Arsa liegt ein bisschen ausserhalb, aber nach ein paar Mal Roller fahren wissen wir nun auch wie wir auf dem schnellsten Weg egal wohin kommen. 🙂 Die Unterkunft ist sehr schön und hat sogar einen Haus-Tempel. Der Preis ist unschlagbar: 14 Euro pro Nacht, mit Klimaanlange, inklusive Frühstück – und das ist wirklich sehr lecker!  Da hat Tobi mal wieder alles bei der Recherche gegeben. 😉

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Wir waren nach der Uber-Fahrt ziemlich platt, aber dennoch motiviert etwas zu unternehmen. Aber was? TripAdvisor – unser bester Freund. 😉 Zu entdecken gibt es viel: Tempel, den Monkey Forest, die Reisterassen und einiges anderes. Apropos Tempel, irgendwo las ich dann was von einer balinesischen Tanz-Aufführung im Peliatan Royal Palace. Und wie es der Zufall wollte lag dieser quasi ums Eck. Also ging ich zur „Rezeption“  und fragte nach wann denn so eine Aufführung stattfindet. Ich mein, mit Wochentagen haben wir es schon lange nicht mehr, ich weiss ehrlich gesagt fast nie welcher Tag ist. Aber in dem Fall hatten wir richtig Glück, denn es war Samstag & die Gruppe tritt nur samstags im Peliatan auf. Wie cool ist das denn? 🙂 Ausserdem wollte der Homestay-Besitzer uns persönlich zum Tempel bringen, was wir natürlich dankend annahmen. Doch bevor es um 19:00 Uhr losgehen sollte wollten wir uns noch eine andere Attraktion ansehen: den Monkey Forest.

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Ehrlich gesagt fuhren wir ohne riesige Erwartungen zum Monkey Forest. Natürlich wollten wir gern ein paar Affen sehen, aber wie es drumherum aussehen würde „keine Ahnung“. Schon als wir mit dem Roller ankamen saßen sie überall & zu unserem Erstaunen war der Monkey Forest wirklich im Wald, in einem riesigen Wald mitten in der Stadt. Keine Gehege, nur die Natur & die putzigen Affen – und natürlich ein paar Touristen. 😉 Von der ersten Sekunde an waren wir richtig begeistert. Der Eintritt ist mit 40.000 IDR pro Person (ca. 2,70 Euro) vollkommen okay, denn die Verantwortlichen haben sich wirklich viel Mühe bei der Gestaltung des Waldes gegeben. So gibt es zum Beispel einen Weg den man komplett auf einer Art Holzbrücke geht, damit die Natur darunter sich weiter ungestört entfalten kann. Die Anlage integriert sich einfach sehr gut in den wilden Dschungel und die Affen runden das ganze perfekt ab. 🙂 Und wenn man nicht aufpasst  kann es auch passieren das man plötzlich einen kleinen Affen auf seiner Schulter sitzen hat – ich durfte diese Erfahrung natürlich machen. 😉 Wir können auf jeden Fall jedem der nach Ubud kommt den Monkey Forest nur ans Herz legen!

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Mir stelle sich langsam die Frage „Was ziehe ich heute Abend in den Tempel an?“. Die einzige lange Hose die ich noch besa ß war meine Nike Lauf-Hose – nicht besonders angebracht. Schon länger verfolgte uns die „Mission Haremshose“, doch nirgendwo waren wir bis jetzt fündig geworden. Aber an diesem Samstag lief es einfach. Wir schlenderten ein bisschen im Zentrum und Tobi sah in einem kleinen Laden eine Hose die einfach perfekt aussah. Und sie sah nicht nur perfekt aus, sie saß auch – ein Wunder!!! 🙂 Und weil das ein echtes Erfolgserlebnis war nahmen wir sie gleich in 2 verschiedenen Farben mit. Mission erfolgreich beendet – nach fast 5 Monaten. 😉

Bevor es zum Tempel ging bestellten wir uns noch eine Runde Pizza – das erste Mal auf unserer Reise, dass wir uns Essen liefern ließen – also eine Premiere. 😉 Frisch gestärkt ging es dann kurz vor 19:00 Uhr zum Peliatan Tempel, mit dem Roller gerade mal 3 bis 4 Minuten Fahrt. Am Eingang war schon eine Kasse aufgebaut und wir bekamen sofort ein Programm-Zettel in die Hand gedrückt. Der Eintritt kostete uns 100.000 IDR pro Person (ca. 6,70 Euro), aber dieses einmalige Erlebnis war den Preis allemal wert! Es war einfach nur eine atemberaubende Kulisse. Tobi hatte vor ein paar Jahren schonmal einen Tanz in Bali gesehen, allerdings auf einer Bühne & nicht in einem Tempel – also war es auch für ihn etwas Neues. Wir waren beide den ganzen Abend lang einfach nur beeindruckt! Der Tempel wurde angestrahlt und dahinter sah man nur den tief-dunklen Nachthimmel – wow! Geschmückt wurde natürlich auch und die Instrumente für das Orechester waren schon am Boden aufgebaut – das sogenannte Gamelan. Man hatte die Wahl zwischen am Boden direkt vor der Gruppe sitzen oder in der 2.Reihe auf Stühlen. Wir entschieden uns für die Stühle – eindeutig bequemer und auch weniger laut. Denn auch wenn es ein tolles & einmaliges Erlebnis war, so ist diese Art von Musik nach einer Weile doch ziemlich anstrengend. 😉 Ja, man muss es einfach live gesehen haben um dieses Gefühl in sich aufzunehmen. Wenn wir uns die Bilder jetzt ansehen sind sie natürlich wunderschön, aber es spiegelt einfach nicht das Erlebte wieder. 1 Stunde und 20 Minuten ging das ganze bunte & laute Spektakel. Und auch hier können wir nur eins sagen: das muss man unbedingt erleben wenn man in Ubud ist! 🙂

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Ja, da hatten wir an unserem ersten Tag schon einiges erlebt und auch für den zweiten Tag hatten wir uns nicht viel weniger vorgenommen. Unser zweit-bester Freund neben TripAdvisor: der Roller! Jaja, er bringt uns hier auf Bali einfach immer da hin wo wir wollen, auf ihn ist eben immer Verlass. Auf dem Plan standen: die Reisterassen, der Elefanten Tempel & ein Masken-Museum.

Los ging’s mit den Tegalalang Reisterassen, die ca. Eine halbe Stunde Fahrt entfernt waren. Auch hier war Tobi schon bei seinem letzten Bali-Besuch, hatte sie allerdings nur von einer Aussichtsplattform betrachtet – was auch sehr beeindruckend ist. 🙂 Die Terassen liegen „leider“ direkt an einer Hauptstrasse, was selbstverständlich mal wieder perfekt genutzt wird um etliche Verkaufsstände & Restaurants an den Rand zu bauen. Aber das tut der Schönheit der Reisterassen keinerlei Abbruch! Auf den Philippinen hatten wir auch schon einige wundervolle Reisfelder und auch –terassen gesehen, die allerdings leider gerade zum Ende hin sehr vertrocknet waren. Doch diese hier erstrahlen einfach nur in einem wahnsinnig saftigem Grün. 🙂 Und anders als bei Tobi’s letztem Besuch machten wir uns auf die Terassen ein wenig zu erkunden. Es gab ein paar Wege herunter, aber so richtig weit kam man trotzdem nicht. Also gingen wir vollkommen platt von der trockenen Hitze wieder hoch und setzten uns in eines der Restaurants mit direktem Blick auf die Reisterassen – gibt Schlimmeres als sein Mittagessen mit solch einem Ausblick. 😉

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Nach den Terassen machten wir uns auf den Rückweg, bzw. Richtung Elefanten Tempel Goa Gajah. Dieser wurde uns von der Ehefrau unseres Homestay-Besitzers empfohlen und auf solche Ratschläge sollte man ja durchaus hören. 🙂 Auch hier schrie am Eingang mal wieder alles ganz laut „Tourismus!“ – aller paar Meter wollten Frauen uns Sarongs oder Getränke verkaufen. Aber wir sind ja immer super vorbereitet & hatten natürlich unsere eigenen Sarongs dabei. 😉 Wegen des Touri-Booms wird hier natürlich auch Entritt verlangt, 15.000 IDR pro Person (ca. 1 Euro). Aber im Endeffekt lohnt es sich auch hier das Geld zu zahlen. Die Tempelanlage ist sehr schön & abwechslungsreich, und auch hier gibt es viel Dschungel – jippie! Über verschiedene Wege kann man die komplette Anlage erkunden und z.B. zu einem weiteren Tempel (Buddha-Tempel) gehen. Besonders beeindrukt hat uns hier mal wieder die Natur. 🙂

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Obwohl wir bei der Hitze schon ziemlich platt waren fuhren wir noch unser letztes Ziel an: Setiadarma House of Masks and Puppets. Dieses „Museum“ hatte ich bei Maps.Me, einer Offlin-Karte, gefunden & auch bei TripAdvisor war es sehr gut bewertet. Tatsächlich wird es nirgendwo beworben, wir hatten es nirgendwo vorher gesehen, aber genau deswegen war es noch einmal cooler. 🙂 In den Ausstellungs-Räumen gibt es mehr als 7.000 Zeremonie-Masken & Puppen aus Bali, Indonesien, Asien und anderen Ländern zu bestaunen – so eine wahnsinnig beeindruckende Sammlung! Vor allem nachdem wir die tolle balinesische Tanz-Aufführung am Vorabend gesehen hatten war dies ein echtes Highlight für uns.

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Am Abend gab es dann noch eine Reise-Premiere & wir verraten jetzt ein kleines Geheimnis … Denn wir haben jetzt einen kleinen Blog-Laptop. 🙂 Tatsächlich hatten wir schon länger mit dem Gedanken gespielt einen zweiten Laptop zu kaufen. Denn irgendwie überschneidet sich immer einiges. Eigentlich wollen wir den Blog immer aktuell halten, aber natürlich „müssen” wir auch ganz simple aber aufwändige Sachen machen wie z.B. Unterkünfte suchen, recherchieren wo es als nächstes hingeht, wie man hinkommt usw. Das alles frisst sehr viel Zeit und mit nur einem Rechner kann man nunmal nicht alles gleichzeitig machen. Da wir beide nun wirklich an dem Punkt waren wo es uns selbst einfach unglaublich ärgerte das wir auf dem Blog Wochen hinterher hingen, entschlossen wir uns dazu in ein Geschäft in Ubud zu gehen und mal zu schauen was es so gibt. Eigentlich hatten wir schnell das „perfekte“ Modell gefunden, recherchierten dann aber nochmal Zuhause wegen dem Preis usw. Das Ende vom Lied: Vor dem Abendessen fuhren wir noch einmal in den Laden und kauften den süßen kleinen Acer in 11 Zoll. Wilkommen in der Familie! 🙂

An unserem letzten vollen Tag in Ubud war es dann ein bisschen ruhiger, lediglich zum Mittagessen schafften wir es aus unserem Homestay zu bewegen. Wir probierten das Fair Warung Bale aus – auch hier half unser bester Freund TripAdisor bei der Auswahl. 😉 Eine sehr gute Entscheidung, da das Lokal sehr ruhig in einer Seitenstrasse des Zentrums liegt und das Essen der Wahnsinn war! Tobi hatte das Vegetarische Curry mit Tempe und ich das Spicy Cashew Chicken – yummie!!! Ansonsten könnt ihr wahrscheinlich erahnen was wir den Rest des Tages gemacht haben. Ja genau, unseren neuen Blog-Laptop eingeweiht. 🙂

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Naja, alles in allem hat uns Ubud definitiv sehr gut gefallen & es war das komplette Gegenteil zu unserem Start in Canggu. Vielen Dank Ubud! 🙂 bud weiterzuziehen. 🙂


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